Unter Piraten

28. Danke Ghazkull oder die Auferstehung des Olou

Nach den neuen Erkenntnissen beschloss Olou zusammen mit seinen wichtigsten Männern die Insel zu erforschen und die Zyklopen einfach zu vertreiben.
Doch bevor er sich einen genauen Plan überlegen konnte, wie er dies bewerkstelligen wollte, segelte ein fremdes Schiff in den Hafen ein. Schnell erkannte er die Flagge von Tessa Schönwind und wartete geduldig, bis sich das Schiff in Reichweite befand. Zwar war die Piratenfürstin nicht selbst gekommen, doch hatte sie eine ihre Kapitäninnen geschickt, Mary Windfang, eine junge Halb-Elfe mit durchaus einigem Temperament und keinerlei Furcht vor Olou wie sich im Gespräch herausstellen sollte.

Schnell kam sie, nachdem sie Olou informiert hatte, dass Tessa ihre Schulden bezahle und mit 2 Dutzend Werftarbeiter zur Verfügung stelle, um eine Werft einzurichten, auf den Punkt zu sprechen, dass Olou noch das Fort nicht in Besitz genommen hatte und offensichtlich selbst über einen Monat nach dem Erhalt der Insel noch auf seinem Schiff lebte. Sie berichtete weiter davon, dass es in Port Fährnis einige Leute gebe, die dies durchaus erwartet hätten und der Ansicht seien, dass Olou ein noch viel zu grüner und schwacher Kapitän sei, um eine eigene Insel zu kontrollieren.

Nachdem Olou einige Crewmitglieder dazu abgestellt hatte mit Holzfällerarbeiten zu beginnen und die Werftarbeiter zu bewachen, während sich diese an Land befanden, brach er auf, die Zyklopen von der Insel zu vertreiben. Was konnte daran schon so schwer sein?
Zusammen mit Ghazkull, Baolo, Quiray und Gortus fuhr er in seinem Hutboot und einem von der Rettungsbote der Oktohai den Fluss gen Norden, um weiter im Landesinneren an Land zu gehen. Zuvor hatte er noch seine Mannschaft darauf aufmerksam gemacht, dass es wohl besser wäre, vorerst das Fort nicht weiter zu betreten, um die dort lauernden Flüche nicht auf sich zu ziehen.

Nach einem kurzen Zwischenfall wegen sich offenbar plötzlich drehendem Wind ging die Eingriffstruppe an einem flachen Strand an Land und ließ Crewmitglieder zurück, welche das Rettungsboot bewachen sollten. Zudem sorgte Ghazkull dafür, dass sich Alrik Mondhand und Karashik der Expedition ins Innere der Insel anschlossen.

Schnell gelangte die kleine Gruppe zu einer baumstammgroßen Umzäunung, die jedoch nicht mehr vollständig intakt zu sein schien. Schnell erkannte Olou den Grund dafür, als 2 riesige Stegosaurier auf ihn zuliefen und dabei den Boden erbeben ließen. Wer konnte schließlich solche Kreaturen einsperren? Quiray hingegen erkannte die wahre Gefahr in Form von 3 Zyklopen, welche mit Äxten, Armbrüsten und Netzen den Stegosauriern nachjagten.

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Sofort alarmierte sie den Rest der Gruppe, dem es jedoch nur unzureichend gelang sich zu verstecken. Lediglich einer der Zyklopen folgte weiter den Stegosauriern, während die beiden anderen brüllend und waffenschwingend auf die Gruppe zustürmten. Mit erstaunlicher Zielsicherheit schlugen sie mit ihren ersten Hieben auf die Gruppe ein und brachten Quiray und Olou in arge Bedrängnis, bis Gortus Blitz und Feuerball schleudernd die monströsen Kreaturen vernichtete und gleich den 3. Ebenfalls tötete, der zurück getrottet kam, um nach seinen Kameraden zu sehen.

Angeschlagen setzte die Gruppe ihren Weg fort und kam, geführt von Baolo, der zuvor in der Luft bereits einige Erkundungen durchgeführt hatte, zu einer gewaltigen Treppe, die 150m hinauf zu einer weiteren Ebene der Insel führte. Obwohl vor allem Quiray ziemlich außer Puste war, beschloss Olou der sich hier befindlichen halb zerfallenden Straße zu folgen und gelangte rasch an eine Wegkreuzung, von wo aus es nach Baolos Erkenntnissen gen Osten in Richtung der Ruinen von Sumitha ging und gen Westen zu einem Aussichtsturm, den Baolo nicht weiter erkundet hatte.

Olou beschloss sich zusammen mit den anderen über eine Hügelkette an die Ruinen anzuschleichen, als ihm auffiel, dass er seinen Proviant vergessen hatte. Schnell machte er sich daran ein Reh zu fangen, während Ghazkull Baolo zu einer weiteren Kundschaftermission schickte. Dieser fand jedoch nur die Ruinen, die in einem Tal lagen, jedoch keine Zyklopen, obwohl die Gebäude zumindest von außen nicht dermaßen verlassen und zerstört aussahen, so als ob hier niemand mehr leben würde.
Man beschloss sich die Ruinen am nächsten Tag anzusehen. Ohne Eile betrat die Gruppe die Straße, welche direkt in die Ruinen führte und tappte prompt in eine Falle der Zyklopen, die auf dem Boden ein Netz ausgelegt hatten, welches selbst Quiray nicht erkennen konnte. Während der Schurke das Netz aufschnitt schossen 2 Zyklopen Armbrustbolzen, die für Olou mehr nach Ballistengeschossen aussahen auf die Gruppe, bis Ghazkull einen Nebel wirkte und damit 2 Zyklopen zwang im Nahkampf anzugreifen.

Nach einem kurzen aber heftigen Kampf konnten sie besiegt werden, hatten jedoch durch den Kampflärm 4 andere Zyklopen angelockt, die nur durch eine weitere Nebelwolke, gut gezielte Feuerbälle und reichlich Nehmerqualitäten besiegt werden konnte. Doch es blieb keine Zeit auszuruhen. Die brüllenden Zyklopen und der laut brüllend Olou, der seinem Blutrausch freien Lauf ließ, hatten eine größere Zyklopin und deren Gefolgsleute, insgesamt 7 Zyklopen auf den Plan gerufen.

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Obwohl sie wussten, dass sie gegen die Übermacht nicht bestehen konnte, stellte die Gruppe sich dem Kampf, bis Olou von einem Hieb der größeren Zyklopin getroffen leblos zu Boden sackte. Augenblicklich brach Panik in der Gruppe aus. Wenn der Admiral hier starb, besaßen sie kein Recht mehr auf diese Insel. Die Flotte würde auseinanderfallen, da viele Piraten Ghazkull wohl nicht folgen würden.

Gortus schnappte sich seinen Kapitän Ghazkull sowie Quiray und nutzte eine Dimensionstür zu Flucht, während Baolo sich den leblosen Körper seines Admirals schnappte und versuchte wegzufliegen, doch seine Trauer schien ihn zu überwältigen, sodass er nicht vom Boden abheben konnte. Schnell war Alrik Mondhand zur Stelle, legte seine Hand auf Baolo und verschwand mit ihm Karashik und dem Admiral durch eine weitere Dimensionstür aus dem Einflussgebiet der Zyklopen.

Nach einer abenteuerlichen Flucht durch mehrere Dimensionen kam die Gruppe wieder bei ihrem Schiff an und musste zu ihrem Entsetzen feststellen, dass Olou nicht mehr geholfen werden konnte. Der Hieb der Zyklopin hatte ihm das Leben geraubt und ihn fast gespaltet. Sowohl Kogge als auch Lariela nahmen Olous Tod nicht gut auf, allen voran der Kapitän der Chaosbringer schien dem Wahnsinn nahe, bis Ghazkull sich daran erinnerte, dass ihm die Götter eine Möglichkeit gegeben hatten, einen Toten wieder zu den Lebenden zurückzuholen, auch wenn dies seinem inneren Glauben widersprach. Das einzige Problem an der Sache war, dass er für diesen Zauber einen gewaltigen Diamanten als magischen Verstärker benötigte.

Zu seinem großen Erstaunen verfügte Kogge, der während seiner Zeit auf Gezeitenfelsen einige Edelsteinhändler überfallen hatte, über ein passendes Exemplar, sodass Olou am nächsten Tag mit wahnsinnigen Schmerzen von den Toten auferstand und wieder über das Wasser wandelte. Und so feierten die Eingeweihten die Wiederaufstehung von Olou dem Mantikorschlächter und der Geißel der Rahadoumi, während der Rest der Crew das Genesen ihres Admirals feierte.

Zu dieser Feier gesellte sich auch eine vollkommen nackte Frau, die im Wasser schwamm und von Olou bemerkt wurde, der sich ihr sofort näherte. Sie stellte sich als Sefina vor und schien kein Mensch zu sein. Allerdings schien sie durchaus Interesse an Menschen zu haben. Allen voran an Quiray und Gortus, wobei sie auch Ghazkull wohl reizend zu finden schien. Es entspann sich ein kurzes Gespräch, in dem sich Olou versichern ließ, dass Sefina niemanden gegen ihren Willen für eine Weile ausborgte, als Baolo vom Deck ins Wasser platschte, so sehr starrte der die nackte Sefina an, die mild lächelte.

Olou beschloss mit seinem neuen Leben erst einmal sorgsamer umzugehen und machte sich daran zusammen mit Baolo auf der Bote der Rache die Insel zu umrunden und dabei zu erkunden. Währenddessen sollten Quiray und Ghazkull die Ruinen ausspionieren und herausfinden, wo sich der Unsterbliche Traumstein befindet.

Während Olou bei seiner Erkundung eine zerstörte Hafenanlage der Zyklopen fand, die offenbar von Palmenbaumhirten zerstört worden war, auf missgestaltete Harpyien stieß, welche den Westen der Insel in Besitz hatten und erkannte, dass der von Baolo entdeckte Wachturm ebenfalls den Zyklopen gehörte, töteten Quiray, Ghazkull und Gortus 2 Zyklopen, welche die riesige Treppe bewacht hatten.

Schnell mussten sie feststellen, dass die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt worden waren und die Zyklopen aufmerksam nach ihren neuen Feinden Ausschau hielten, ohne allerdings ihr Heim zu verlassen und das Fort zu attackieren, obwohl Ghazkull Vorsichtsmaßnahmen getroffen hatte und alle Bauarbeiten einstellte sowie die Schiffe in die Mitte der Bucht navigierte.

Ghazkull als ranghöchstes Mitglied von Olous Piratenmannschaft beschloss, dass Quiray unsichtbar die Ruinen ausspähen und sich durch den Wachen durchschlängeln sollte. Dies gelang dem Halb-Elfen, auch wenn er mit seiner Angst kämpfen musste. Er sah sich um, entdeckte einen Brunnen, in dem eine Maride eingesperrt zu sein schien, jedoch nicht den Unsterblichen Traumstein.

Allerdings erfuhr er von einigen Gargyles, welche die Zyklopen als Wächter hielten, wo sich Ischtoreth der Mächtigte die meiste Zeit über aufhält und dass die Gargyles alles angreifen würden, was kein Zyklop sei und sie es sehen können. So lautete der mit Ischtoreth geschlossene Pakt. Im Stillen dankte Quiray Baolo, der ihn mit Unsichtbarkeitsextrakten ausgestattet hatte und kehrte zu Ghazkull und Gortus zurück, die auf ihn warteten.

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