Unter Piraten

25. "Freundchen!"

Direkt nach seinem Besuch bei Tessa Schönwind, machte sich Olou daran seine Schiff und seine Crew auf die bevorstehende Regatta vorzubereiten. Zwar schickte er Lariela der Wind noch in den Bettlerdorn, um sich zu vergewissern, dass der Aufstand beruhigt war, doch wirklich damit beschäftigen, wollte er sich nicht mehr. Dazu hatte Olou seiner Ansicht nach auch gar keine Zeit.
Es galt as neu gewonnene Haus in Besitz zu nehmen und mit den bürokratischen Hürden von Port Fährnis zurecht zu kommen, die so etwas mit sich brachte. Baolo Saynitska machte sich ebenfalls in dem Alchemistenlabor breit und begann damit einige höchst gefährliche Gegenstände herzustellen, die er nicht auf dem Schiff zusammenbrauen durfte. Unterdessen versuchte Quiray sich neue Kleidung zu besorgen und kaufte bei der Gelegenheit auch noch das ein oder andere nützliche für ihre Ausflüge ein.

Es dauerte nicht lange, da kehrte Lariela zurück und berichtete von Schwierigkeiten im Bettlerdorn. Immer noch erschien die Menge aufgebracht zu sein, sodass Olou seine Offiziere rund um Ghazkull, Baolo Saynitska, Quiray und Grotus schickte, um mehr in Erfahrung zu bringen. Schnell erfuhr er, dass sich weitere Leute dem Aufstand angeschlossen hatten, darunter einige schwer bewaffnete Halb-Orks und Halb-Elfen, die in der Nacht einige Guerillaaktionen plante. Gleichzeitig gaben Ausrufer in der Stadt bekannt, dass am nächsten Tag die Route für die diesjährige Rgegatta der freien Kapitäne bekannt gegben werden würde.

In der Zwickmühle, was er jetzt tun sollte, wurde er zudem von Mardus Siggs, dem Ziegenhirten in seiner neuen Unterkunft aufgesucht, der panisch berichtete, dass jemand auf ihr Schiff gekommen sei und ihn sowie Ghazkull und Leute zum Zeichnen zu sprechen wünsche. Olou, dem nichts Gutes schwahnte, beeilte sich so schnell wie möglich auf seine Bote der Rache zu kommen, gefolgt von Ghazkull. Erwartungsgemäß traf er dort auf Vibhischah der Suchende, der bereits drei Männer seiner Crew ausgeknockt hatte und leicht ungehalten wirkte, dass ihm niemand einen Stuhl gebracht hatte. In einem aufschlussreichen Gespräch, dass von einem nahen Krieg und einem Konkurrenten für Olou handelte, den der Rakschasa erwählt hatte, wurde Olou immer mulmiger, während Ghazkull bemerkte, wie ein mächtiges Schiff in ihrer Nähe auf den Bettlerdorn zuhielt.

Direkt nach dem Gespräch hallte Kanonendonner durch den Hafen und allen war klar. Der Orkankönig war selbst mit seinem Schiff, der Schnöder Mammon gekommen, um den unsäglichen Aufstand zu beenden, der in seiner Stadt tobte. Olou, noch immer befürchtend, dass er dafür verantwortlich gemacht werden würde, beschloss mit der Schnöder Mammon Kontakt aufzunehmen, was Tsadok Goldzahn mit einer unflätigen Geste abwehrte.

Leider hatte er seine Segel gehisst und den Anker eingeholt, sodass direkt nach seiner erneuten Ankunft am Landungssteg Joran Firlen, der Hafenmeister auf ihn zugeschwebt kam und erneut die Hafengebühr von ihm erlangte, platzte dem Mantikorschlächter der Kragen. Nur mit Mühe und Not konnte er sich zusammenreißen und nicht auf den schmächtigen, ewig grinsenden Gnom losgehen, der meinte, dies könne er gerne versuchen, immerhin sei er ein Mann des Orkankönigs. Mit einer Beleidigung auf den Lippen bezahlte Olou die Hafengebühr und schickte kurz danach Quiray aus, den Gnom zu bestehlen, um sein Geld wiederzuerlangen.

Der Halb-Elf, sichtlich nicht begeistert, von dem nächtlichen Alleingang, den er bewältigen sollte, machte sich auf de Weg und fand schon bald das Wohnhaus des Gnoms. Mit Hilfe von Baolos Unsichtbarkeitselixieren und dem, was Olou ihm mitgegeben hatte, kletterte Quiray durch ein Fenster und fand sowohl den Goldsack des Gnoms als auch sein großes Hafenbuch. Zu seinem Unglück übersah er eine Falle im Schreibtisch, welche Joran alamierte, sodass er mit nur geringer Beute fliehen und aus dem Fenster springen musste, was mehr schlecht als recht gelang.

Am nächsten Morgen gingen alle zum nördlichen Teil von Ostwind, um auf die Mammonfeste zu schauen, vor der sich ein imposantes Schiff, der Kraken, dem Schiff des Herr der Stürme, der verkündete, dass die Regatte in knapp einer Woche am Kesselfelsen beginnen und bis in das Auge von Abendengo hinein führen würde. Der Aufruhr war riesig und die Begeisterung groß. Schnell machten sich die meisten Kapitäne auf den Weg, doch nicht so Olou.

Unterdessen erfuhr Ghazkull am nächsten Tag das 2 seiner Leute, Freddy das Wiesel und Der stumme Torben verschwunden waren. Als Quiray ihm von einer Schlägerei vor den Toren von Latschmins Schloss berichtete, reimte sich der Hobgoblin seinen Teil zusammen und machte sich auf den Weg zum Händlerschloss, um dort eine ihn anpöbelnde Menge zu verängstigen und herauszufinden, dass ein rahadoumisches Handelshaus seine Männer gefangen und mitgenommen hatte. Vor Zorn außer Rand und Band wollte Olou gleich das gesamte Hädnlerhaus niederbrennen und alle Rahadoume vernichten. Er ging zu Baolo, der sofort wusste, dass sein Kapitän explosive Hilfe brauchte, doch Ghazkull beruhigte sich und entschied sich für einen weniger auffälligen Plan, der es ihnen erlauben sollte, auch weiterhin in Port Fährnis zu gastieren. Immerhin stand das Handelshaus unter dem Schutz des Orkankönigs.

Mit Hilfe von Olou und Ghazkull gelangte Quiray, nachdem zuvor ein Gespräch eine fast unangenehme Lösung herbeigeführt hatte, heimlich über die Mauern des hohen Anwesens und schlich sich in das Haus ein. Mit etwas Glück und Geschick fand sich in den Zellen den bewusstlosen Freddy und den verstümmelten Torben, der ein Ohr, seine Nase und 2 Finger seiner linken Hand verloren hatte und aus vielen Wunden ebenso wie Freddy blutete. In einem kurzen Kampf nutzte Quiray seine Heimlichkeit aus und löschte innerhalb weniger Augenblicke das Leben zweier Wachen aus, bevor er Torben und Freddy nach draußen eskortierte.
Erst einmal durchschnaufend, nahm Olou sie mit an Bord der Bote der Rache, da Rosie Schandmaul die Oktohai bereits gen Gezeitenfelsen steuerte, um sie in Sicherheit zu bringen, während Ghazkull sich seinem Kapitän anschloss, um die Regatta der freien Kapitäne zu gewinnen.

Am Kesselfelsen angekommen, warteten dort beriets Tessa Schönwind, Merril Holzläufer und Pierce Jerrell auf sie, um ihnen Glück zu wünschen. Der personifizierte Glücksritter selbst nahm nicht an dem Rennen teil, da er nicht wusste, was er mit einem Sitz im Rat der Piraten anfangen sollte. Doch es wartete noch jemand anders auf sie.
Barnabas Harrigan wollte ebenfalls an der Regatta teilnehmen und er schien sie nicht vergessen zu haben. Doch auch Olou wollte seinem ehemaligen Kapitän eins auswischen und so machte er sich zusammen mit Quiray auf den Weg um die Ruderseile der Wermuth zu zerstören. Doch sie mussten schnell erkennen, dass dies ein tödliches Unterfangen werden würde, daher brach Olou seinen Plan ab und schickte stattdessen Cysar Akr, um das Ruder unter Wasser zu blockieren, während sich alle an Bord der Bote der Rache auf eine lange Nacht vorbereiteten, in welcher sie auf ihr Schiff achten mussten.
Am nächsten Tag stellte Ghazkull fest, dass etwas ihr Ruder blockierte. Als er es beheben wollte, bemerkte er den Leichnam von Cysar sowie den Klotz, der eigentlich im Ruder der Wermuth stecken sollte.

Die Regatta selbst, eine tödliche Strecke durch das Auge und die Untiefen rund um den Kesselfelsen, begann bereits am frühen Morgen. Alle Kapitäne versammelten sich mit ihren Schiffen am Startpunkt und kämpften um die beste Ausgangsposition.
Regattastrecke.png

Mit dem Blitzschlag, den der Herr der Stürme auslöste, der als Schiedsrichter agierte, begann die abenteuerliche Fahrt. Mit Hilfe von Quiray, Olou und Baolo, welche die Untiefen beobachteten, Grotus, der dem Schiff immer mal wieder einen kleinen Windstoß verlieh und Ghazkull, der das Schiff brilliant sterute, maneuvriierten sich die Bote der Rache an die Spitze der Regatta.
Gekonnt wehrte sie am Nadelöhr den Angriff einer Drachenschildkröte ab, die Grotus mit einigen Blitzen zurück ins Meer beförderte.
Einer gewagten Route folgend, die einen Umweg machte, um nicht direkt ins Auge fahren zu müssen, verloren sie etwas Zeit, doch entkamen den dort lauernden Gefahren.
Selbst die Angriffe eines Blitzelementars sowie 2er Unsichtbarrer Pirscher konnte die Bote der Rache nicht mehr aufhalten, die mit knappe Vorsprung vor der Wermuth die Regatta gewann.

Der Jubel an Bord war groß und er sollte noch größer werden.

Comments

Blackburner1 Blackburner1

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.