Unter Piraten

21. Die Schiffsbrecher

Nach einem letzten Gespräch mit Pierce Jerrell mahte sich Olou zusammen mit Baolo und Ghazkull wieder auf den Weg zurück auf sein Schiff, wo er bereits von Mardus Siggs, Christine Foley, Josi Kleinmesser und Lariela der Wind erwartete wurde, die eine eher ungewöhnliche Bitte an ihren Admiral hatten.

Als Besamra-Priesterin war Christine erkannt und von den Bewohnern Wellenstocks gebeten worden, sich um ein Problem zu kümmern. Immer wieder verschwanden Halblingskinder und keiner wusste, was mit ihnen passierte. Selbst die Anführer der Stadt standen dem hilflos gegenüber. Als Christine einen Schatz an dem Ort erwähnte, an dem die Kinder angeblich gefangen gehalten werden, war Olou sofort dabei.

Er beauftragte Jugo Marison damit einen Weg in den Wald und bis hi zur Ruine auszukundschaften, während er einem seltsamen Ritual der Bewohner der Stadt zusah: Eines ihrer Schiffe kehrte in den Hafen zurück, zusammen mit einer gekaperten Rudergaleere. Dann wurden verpackte Menschen auf den Kai geworfen und mit dem Rudern der Galerre solange verprügelt, bis die Ruder zerbrachen. Eine interessante Methode, wie der Tod aller Rahadoumi befand.

Es dauerte nicht lange und Jugo schickte seinen mechanischen Tuka, um Olo zu übermitteln, dass der Weg bishin zu einem Brunnen, der in ein unterirdisches Höhlensystem führte nicht schwer zu finden war. Zusammen mit einigen seiner Gefährten brach der Piratenadmiral auf und bemerkte, dass er seltsam angestarrt wurde, als er durch das Dorf lief. Dies könnte natürlich auch an den vielen Untoten liegen, die mit Ghazkull marschierten, doch Olou meinte hier und dort Hass seiner Person gegenüber zu sehen. Etwas womit er sich später beschäftigen wollte.

An dem zerstörten Brunnen angekommen, schickte Olou zunächst Milah Bov und Baolo vor, um vor Überraschungen sicher zu sein, die eventuell am Grund des ausgetrockneten Brunnens auf ihn warteten, doch nichts Dergleichen geschah.
Unbehelligt kam seine Grruppe am Boden des Brunnens an, wo sie in einem Gang einige merkwürdige Symbole bemerkte, die Baolo schnell mit Hilfe eines Extraktes lesen konnte und feststellte, dass hier wohl einige Leute das Reich von Ghol-Gan anbeteten.
Hinter einer Tür, die Milah problemlos öffnete und dann ihrem Kapitän den Vortritt ließ, sahen sie Betten mit Ketten und einige merkwürdige Flecken, die sie nicht zuordnen konnten, bis Baolo sie als Säure identifizierte, als sich die Ereignisse überschlugen.

Gerade in dem Moment als Olou eine weitere Tür öffnete, rollte ihm ein Stein entgegen und Finsternis breitete sich um ihn und seine Kameraden herum aus. Männer mit schwarzen Kutten, wie sich hinterher herausstellte, attackierten sie mit mächtigen Zaubern und dunkler Energie, worüber Ghazkull nur lachen konnte, aber einer von Olous freigekauften Sklaven aus Port Fährnis zum Opfer fiel, bevor sie 2 der feindlichen Magieanwender besiegen konnte und der Dritte tiefer in das Höhlensystem floh.
Schnell setzten ihm die Piraten nach und entdeckten ein gewaltiges alchemistisches Labor, in dem die Halblingskinder, die sich in desolatem Zustand befanden, fast wie willenlos arbeiteten. Der geflohene Priester stand neben einigen Granaten und hatte eines der Halblingskinder als Geisel genommen.
Er tötete es sofort, als Olou ihn angriff und eine weitere Präsenz damit begann Ghazkull zu attackieren. In einer gewaltigen Explosion, die 2 Halblingskinder in den Tod riss und große Teile des Labors zerstörte, starb der Priester und der Geist verschwand.
Kurz darauf begann das gesamte Höhlensystem einzustürzen, sodass Olou und seine Kameraden sich nur gerade so noch in Sicherheit bringen konnten. Wieder an der Oberfläche sahen sie das ganze Ausmaß des Einsturzes. Mehr als die Hälfte des kilometerlangen Waldes war weggesackt.

Als Belohnung für die Rettung einiger Halblingskinder überreichten ihnen die Anführer von Wellenstock die Chaosbringer, ein, wie Ghazkull befand, durchaus vernünftiger Segler.

Endlich dem Hinweis des Halblings Schlingel folgend, machte sich die nun angewachsene Flotte der Boote der Rache auf den Weg zum Rampore Archipel, wobei ihnen ein alter Bekannter in die Quere kam. Mit dem Läuten der Schiffsglocke, kündigte sich Kapitän Walknochen Pilk an, der nur von Alrik Mondhand und Wagaye Krik bemerkt wurde, sodass die Schiffe kurz überrascht waren, bevor es zu einem harten Kampf kam, an deren Ende es Ghazkull gelang sowohl die Glocke als auch die Geißel der Meere zu bezwingen und Blutroter “Kogge” Koggwart es sogar noch schaffte zusammen mit einigen anderen die Schätze des Schiffes zu bergen, bevor es für immer auf den Meeresgrund sank.

Derart aufgehalten, dauerte es etwas länger als gedacht zu den Rampore-Inseln zu gelangen. Auch die Suche nach den Schiffsbrecher, die sich ja irgendwo an den Riffen aufhalten mussten, verlief ereignislos, bis sich ein rahadoumisches Handelsschiff zeigte, welches Olou sofort veranlasste, sie Verfolgung aufzunehmen und damit genau in die Falle von der Illusionsmagierin Vakarla zu laufen.
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Ein äußerst heftiger Kampf entbrannte, vor allem, da niemand außer Ghazkull Vakarla sehen konnte und diese sich dann auch ausschließlich auf den Hobgoblin konzentrierte und ihn an die Grenzen seiner Kraft zwängte, bevor sie fliehen musste, was ihr dank eines herbeibeschworenen Windelementars nicht gelang. Unterdessen rettete Kogge Olou das Leben beim Kampf gegen einen der Schiffsbrecher und wurde mit dem Kapitänsposten der Chaosbringer, einem neuen Schiff der Flotte belohnt.
Es gelang der Crew dann auch noch das Versteck der Schiffsbrecher mit Hilfe eines Überläufers zu finden und die goldene Wespe, das heilige Artefakt aus dem Haus der gestohlenen Küsse wiederzufinden.

Doch bevor die Feier über den Sieg richtig beginnen konnte, sprang Jugo höchstpersönlich von seinem Ausguckposten an Deck, um eine wichtige Nachricht zu übermitteln, die er vom Gezeitenfelsen erhalten hatte.
Sorrinaschs Männer griffen die Heimat der Piraten an und der Turm würde wohl nicht mehr lange durchhalten.

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20. Ein neuer Auftrag

Immer noch in den unterirdischen Höhlen fanden Olou, Ghazkull und Baolo ein gewaltiges steinerenes Portal, in dem sie nach einer kurzen Suche schnell auch einen Eingang entdeckten, den sie zu öffnen vermochten. Was sie da hinter erblickten, ließ sie für einen Moment staunen:
Eine gigantische Säulenhalle, größer als ihre Vorstellung und ihre Sicht reichte, breitete sich erleuchtet von Feuerkäfern vor ihnen aus. Sie konnten Hammerschläge und hören und es dauerte auch nicht lange, da vernahmen sie die typischen Geräusche von einem Truppenübungsplatz. Allerdings schien keine der Kreaturen, weder Tiefling noch Troglodyt, Duergar und Schlagenmensch Notiz von ihnen zu nehmen, bis sie von einer Reihe von Spinnenreitern, Drow, die auf gigantischen Spinnen durch die Hallen eilten, angehalten und aufgefordert wurden, ihr Begehr zu erklären.
Nach dem die Sprachbarriere überwunden war, erfuhren sie, dass Jolb Vielfinger der Herrscher dieses gewaltiges Reiches war und sie nun zu einerm Treffen mit ihm gebracht werden sollten. Dafür hätten sie ihre Waffen abzulegen, was Olou nach kurzer Überlegungszeit auch tat. Schnell ließen sie Fledermäuse von der nicht einsehbaren Decke der Säulenhalle hinabgleiten und ergriffen die niedergelegten Waffen.

Sodann wurden die tapferen Piraten zu Jolb Vielfinger gebracht. Dem Herrscher der unterirdischen Armee. Der Halb.Ork strahlte eine Aura von <Fremdheit und Bedrihung aus, doch Olou ließ sich davon nicht beeindrucken und ging einen Pakt mit dem Kapitän ein. Er sollte das Knotenwerk von Port Fährnis ausräuchern, um der Armee einen freien Weg nach Port Fährnis zu ermöglichen. Fünf Jahre hat er nun dafür Zeit. Damit Olou und auch Ghazkull und Baolo den Pakt nicht vergessen, ließ Jolb ihnen sein Zeichen mit brennenden Nadeln in den Oberarm stechen, bevor er sie mittel mächtiger Magie augenblicklich zurück ins Knotenwerk brachte.
Froh wieder die Sonne zu sehen, begaben sich alle drei zurück an Bord ihrer Schiffe, wo mehrere Nachrichten auf sie warteten.

Zum einen hatte Vibhischah der Suchende nach ihnen verlangt und war reichlich ungehalten, dass er sie nicht finden konnte, zum anderen hatten sie eine Einladung von Tessa Schönwind, der mächtigsten Piratenfürstin nach dem Orkankönig erhalten hatten. Nach einigen Querelen, die mit ihrem Ausflug in die Unterwelt und der damit verbündenen Verzögerung zu tun hatten, wies der Rakschasa sie an einen Ersatz für den getöteten Ben Beckman zu organisieren, während das Anliegen der Piratenfürstin schon weitaus interessanter war.

Tessa glaubt, das sich in den fesseln ein Spitzel aus Cheliax herumtreibt, der Informationen sammelt, damit eine Flotte der Cheliaxaner die freien Piraten vernichten und das Land zum Teil des finsteren Königreichs machen kann. Aber sie braucht Beweise, die sie dem Rat vorlegen kann, am besten aus unabhängiger Hand. Olou, der als vielversprechendes Talent gilt und bereits beim Bankett gezeigt hat, dass er sich nicht einmal vom Orkankönig einschüchtern lässt, passte genau in ihr Bild. Und der Mantikorschlächter selbst war dem Angebot auch nicht abgeneigt. Als Gegenleistung handelte Ghazkull Hilfe für den Bau eines eigenen Docks auf dem Gezeitenfelsen aus, bevor sie sich auf den Weg machten, um noch letzte Erledigungen vor ihrem Aufbruch durchzuführen.

Während Olou und Baolo den Attentäter trafen, der Tsojimin Kreidoros niedergestreckt hatte und sich sofort daran machten, ihn in der Sirenenpeitsche dingfest zu machen, begab sich Ghazkull zur Mystikerschanze und fand ein Buch, mit dessen Hilfe er Unsterblichkeit erlangen konnte. Ein steiniger und langer Weg, wie er feststellte, doch er war fest entschlossen ihn zu gehen.

Unterdessen entwischte Olou der Atttentäter, der Hilfe von den städtischen Huren erhielt. Darauf beschloss der ewig rachsüchtige Mwangi das ganze Bordell, welches gleichzeitig ein heiliger Tempel ist, einfach niederzubrennen.Dabei fassten sie den Plan einige Sklaven auf dem Markt zu kaufen, während Brim Hausbrand und Baolo weitere Alchemistenfeuer herstellten, die sie den freigekauften Sklaven in die hand drückten, die mit einer Aspis-Flagge umwickelt worden waren.

Ohne bemerkt zu werden, konnten am nächsten Tag die Bote der Rache und die Löwenzahn nach Quent zum Haus der gestohlenen Küsse, einem Tempel Calistrias, wie sie ihn in Port Fährnis noch niedergebrannt hatten. Doch die Hohepriesterin Dindreann empfing sie freundlich, da ihnen Tessa ein Schreiben mitgegeben hatte, welches sie als Freunde aufwies.
Schnell erfuhren Olou, Ghazkull und Baolo, dass es tatsächlich Spione auf den fesseln gab, welche für Cheliax arbeiteten, aber Dindreann nur Hinweise rausrücken wollte, wenn sie ihr zuvor einen Gefallen erwiesen. Die Stachel der Herrin, ein Schiff des Tempels sei von Schiffsbrechern überfallen und das darin enthaltene Artefakt, eine vergoldete Wespenstatue, gestohlen worden. Ein derartiger Frevel muss gesühnt werden. Ein Gedanke, den Olou sofort nachvollziehen konnte und in den Handel einschlug.
Um herauszufinden, wo sich die Schiffsbrecher aufhielten, beschloss er zum Tempel des verborgenen Namens zu reisen und es dort in Erfahrung zu bringen.

Die Überfahrt dauerte nicht lange. Immer besser gewöhnte sich Ghazkull an sein neues Schiff und auch Zeky kam immer besser mit der Bote der Rache zurecht, sodas die beiden Schiffe in atemberaubenden Tempo über das Meer schossen.

In Wellenstock angekommen, stellte sich jedoch die Frage, wie sie den Tempel finden sollten. Nachdem Baolo einfach Leute auf der Straße fragen wollte, hielt Ghazkull dies für eine dumme Idee und beschloss erst einmal in eine Kneipe zu gehen, um sich dort umzuhören. Dort angekommen bestellte er sich zusammen mit Olou erst einmal etwas zu trinken, während die Mannschaft schon damit begann ausgelassen zu feiern, entdeckten die beiden ein bekanntes Gesicht in der Menge.

Das junge Schiffmädchen von der Wermuth Baryt Teerauf, die sich äußerst merkwürdig verhielt und immer wieder die Hand über die Gläser einiger Gäste hielt. Doch bevor einer der beiden sie darauf ansprechen konnte, kam ein gut aussehender Mann mit einer Augenklappe an ihren Tisch. Er stellte sich als Pierce Jerrell vor und schlug sogleich einen Wettkampf vor, den Olou zunächst ausschlug, da er in Tessas Namen noch etwas zu erledigen hatte.
Dann kam es, wie es kommen musste: Ein Gast bemerkte etwas in seinem Getränk, ein Wort ergab das andere und eine zünftige Kneipenschlägerei begann, die jedoch Baolo, der sich erneut in ein Monster verwandelte, nicht aufhalten konnte. Problemlos flog er zu dem Schiffsmädchen, welches fliehen wollte und streckte es mit Ghazkulls Hilfe nieder, während Olou zusammen mit Pierce einige Schläger aus dem weg räumte.

Olou beschloss die bewusstlose Baryt mitzunehmen und ließ sich von Pierce einen Geheimweg aus der Kneipe zeigen, als die örtliche Miliz kam, um die Aufrührer festzunehmen.

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19. Der Kaperbrief

Direkt nach dem Tod des Schützen kam Tsadok Goldzahn lächelnd auf Olou zu, um ihn freundlich daran zu erinnern, dass er eine Prüfung nicht bestanden hatte. Um dennoch den Kaperbrief zu erhalten, verlangte er eine kleine Gebühr, die Olou zähneknirschend zahlte, nachdem er kurz versucht hatte den Halb.-Ork zu provozieren, da Olou die Bevölkerung hinter sich wusste, die lauthals seinen Namen brüllte und den Mantikorschlächter feierte.

Nach dem Bezahlen der Bestechungssumme erklärte Tsadok, dass Olou die Prüfung bestanden habe und am Abend eine Audienz beim Orkankönig sowie seinen Kaperbrief erhalte. Jubilierte die Menge beim Namen Olous noch, wurde sie deutlich stiller, als der Orkankönig erwähnt wurde.

Den restlichen Tag noch nutzen wollend, nahm sich Olou zwei seiner Crewmitglieder und setzte mit Hilfe seines Hutbootes auf das Festland über, um seine 3 neuerworbenen Sklaven an der Strandgutkapelle bei Vater Ignalus abzuholen. Ghazkull hingegen nahm Teile seiner Crew, unter anderem Rosie Schandmaul und ging in den Nixenkübel, um den Erfolg der bestandenen Prüfung zu feiern.
Dabei bemerkte er einen seltsam stillen Mwangi, der sich ihm versuchte zu nähern, allerdings von Rosie aufgehalten wurde.
Er stellte sich als Baolo vor und wolle der Crew beitreten. Diese Gelegenheit auf eine gute Show wollte sich Ghazkull nicht entgehen lassen und beschloss den Neuankömmling, der von sich behauptete Alchemist zu sein und mit Belagerungswaffen umgehen zu können auf die Probe zu stellen.

Nach einer merkwürdigen Szene im Wasser, von dem aus Baolo direkt mit ihm gewachsenen Flügeln auf das Schiff Löwenzahn flog und dort attackiert wurde, da er keine Erlaubnis hatte an Bord zu gehen, beschoss er unter Ghazkulls Aufsicht eine Möwe aus einer Balliste und ritzte ihr den Flügel an, ohne sie zum Abstürzen zu bringen.

Unterdessen nahm Olou seine 3 neuen Mwangi mit zu einem Fleischer, der ihm einen exzellenten Preis für Dinosaurierfleisch gemacht hatte und darauf hinwies, dass er auch anderes besonderers Fleisch annehme, sofern es keinen Kopf mehr hat und bereits tot ist. Das Angebot im Kopf behaltend, zumal er unterwegs einen Rahadoumi gesehen hatte, kehrte Olou nach einem kurzen Abstecher in das Knotenwerk, den Untergrund der Stadt wieder zurück zum Halbmondhafen, wo Ghazkull ihm mit dem neuen Alchemisten vertraut machte, der auf das Deck der Bote der Rache wechselte, da Olou dringend eine Hilfe für den aktuellen Geschützmeister Brim Hausbrand benötigte.

Am Abend ging Olou zusammen mit seinem wichtigsten Vertrauten Ghazkull sowie Christine Foley und Knöchel Malmer zu seiner Audienz beim Orkankönig. Auf der Mammonfeste angekommen, befand sich die Feier bereits in vollem Gange. Betrunkene Piraten torkelten Olou entgegen, der nur einen Blick auf den Orkankönig werfen musste, um seinen Respekt vor diesem Mann zu verlieren. Mit glasigen Augen starrte der Orkankönig umher, der erst mit seiner Pistole ein Loch in die Decke des Raumes schießen musste, bis seine eigenen Männer seinen Worten lauschten.

Nach einer äußerst beeindruckenden Geschichte von Ghazkull, der von der Vernichtung des Rahadoumi Schiffs sowie dessen Mantikorbeschützer erzählte, ging die Feier weiter und selbst Olou amüsierte sich, nachdem er seinen Kaperbrief erhalten hatte, bevor er die Feier zusammen mit den Teilen seiner Crew verließ, die er mitgenommen hatte.

Doch die Freude sollte nicht lange anhalten. Kaum wieder an Bord angekommen, musste Ghazkull feststellen, dass es einen Angriff auf sein Schiff gegeben hatte. Zwei seiner Crewmitglieder lagen tot an Deck und sein Leibwächter Skelett, welches immer auf seine Truhe aufpasste, war zerstört worden sowie seine Truhe verschwunden. Mitgenommen von geflügelten Kreaturen der Nacht, die er allerdings nicht identifizieren konnte. Nur ihren Namen konnte Ghazkull in Erfahrung bringen: Strigae

Auch der nächste Morgen sollte nicht besser werden. Eigentlich wollte jeder aus der Crew seinen eignen Plänen nachhängen, doch direkt nach dem Aufwachen hörten alle einen großen Lärm vom Hafenhorn und machten sich dorthin auf dem Weg. Als sie dort ankamen, hatte sich eine große Menschenmenge um den Turm des Hafenmeisters versammelt und es herrschte allgemein große Aufregung, die sich nicht legen wollte.

Um sich ein Bild zu machen, drängelten sich die Piraten um Olou vor und sahen den Zwerg in einer Blutlache bewusstlos am Boden liegen. In der Hoffnung, daraus einen Vorteil zu erhaschen, beschloss Ghazkull den Zwerg zu heilen, der seiner ersten Einschätzung nach keine tödliche Verletzung erlitten hatte, aber irgendwie nicht mehr auf die Beine kommen wollte. Als er es mit magischen Mitteln versuchte, merkte er warum. Irgendeie Art Bann, die mächtiger war als Ghazkull es bisher erlebt hatte, lag auf dem Zwerg und sog alle Magie aus ihm heraus. Ein schreckliches Schicksal für einen Mann, der sein ganzes Leben auf magische Mittel angewiesen war.
Olou beschloss der Sache auf den Grund zu gehen, zumal ein hohes Kopfgeld auf den Angreifer, der als Person mit einem Kapuzenmantel und eine seltsamen Dolch beschrieben wurde und sich wohl in Richtung Festland abgesetzt hatte.

Da dies bis auf Ghazkull, der eigentlich die Mystikerschanze besuchen wollte, für alle in der richtigen Richtung lag, beschlossen Olou, Ghazkull und der neue Alchemist Baolo setzten mit Olous Hutboot auf das Festland über.
Nach einiger Zeit nachdem sie ziellos durch Port Fährnis gezogen waren, beschloss Olou einen weiteren Eingang nahe dem Liegeplatz der Seegeist ins Knotenwerk zu benutzen, um sich den Versunkener Markt anzusehen.
Dort angekommen fand er einige merkwürdige Leute und vor allem 2 Gelehrte der Mystikerschanze vor, die fasziniert vor einer Wand standen, die sich nicht öffnen wollte, obwohl sie es angestrengt versuchten. Nach einer kurzen Befragung, die Olou auf eher unfreundliche Art und Weise gestaltete, erfuhr er von den immer noch versteckten Grabkammern und beschloss eine solche zu öffnen.

Mit einiger Mühe schaffte es Baolo die Tür zu entschlüsseln und zu öffnen. Hinter der Tür warteten 2 Mumien, die sich allerdings schnell besiegen ließen, anders als die große Menschenmenge, die vor der Grabkammer wartete und ihren Anteil anforderte, was Ghazkull ihnen jedoch mit einigen gezielten Worten ausreden konnte und zudem noch erfuhr, dass sich Des Kapitäns Kriechgang ganz in der Nähe befand und hin und wieder daraus einige geflügelte Bestien herauskamen.
Mutig begaben sich die Piraten zu dem Loch im Boden und fanden schnell, dass es einen Weg hinunter gab, auch wenn dieser eine schiere Ewigkeit zu dauern schien. Mehr als tausend Meter ging es senkrecht in die Tiefe.

Unten angekommen musste Olou feststellen, dass es eine ganze Reihe von Wegen gab, die immer tiefer i das unterirdische Tunnelsystem führten…
Was außer Riesenspinnen und seltsamen Geräuschen würde sich noch dort unten erwarten, jetzt wo sie beriets 2 Tage dort unten umherwandelten?

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18.1 Nachruf auf Ben Beckmann

Was kann man nur sagen über den Schützen, der aus der Nähe von Port Fährnis stammte, nur um dann in die Welt hinauszuziehen, von einem Händlerschiff der Piraterie bezichtigt und festgenommen zu werden, eben genau jenem Händlerschiff, welches die Wermut kaperte und der sich dann bei der Revolte Olou anschloss und Teil der Crew des Mantikorschlächters wurde?

Lassen wir seine Gefährten zu Wort kommen, die ihn die letzten Monate seines Lebens durch viele Höhen und Tiefen begleiteten, bevor er Opfer eines Sumpfriesen wurde.

Ghazkull Thraka, Kapitän der Löwenzahn, treuer Untergebener von Olou dem Mantikorschlächter: Als ich Ben das erste Mal in Aktion erlebte, dachte ich mir nur, was ist das für ein Trottel. Er zog seine Pistole, zielte auf einen großen Affen und schoss unserem damaligen Kameraden und heutigen großartigen Admiral Olou dem Mantikorschlächter in den Rücken. Ich war verwundert, dass dieser seine Wut und seinen enormen Hass nicht an Ben ausließ und beschloss daraufhin ihn genauer zu beobachten, den Mann, dem Olou vergeben konnte. Und er mauserte sich zu einem passablen Piraten mit einem Hang zu Nahtoderfahrungen. Sein Ende war abzusehen, doch er wird in unseren Geschichten weiterleben und für viel Erheiterung sorgen.
Auf Ben “Bums” Beckman!

Exulans, ehemaliger Geschützmeister der Bote der Rache und der Drescher: Es lässt sich viel sagen über Ben. Zum einen schuldete er mir bis zu seinem Ende ein verdammtes Alchemistenfeuer, welches er sich ausgeliehen hatte und mir nie zurückgab.
Zum anderen war er mit seinen Anfällen, nur weil er er 2 schwarze Stachel im Körper hatten, die ihn wahnsinnig werden ließen, durchaus unterhaltsam.
Auf Wiedersehen, du alter Halunke, deine Schulden begleichen wir in der Hölle!

Olou, Kapitän der Bote der Rache, Admiral einer aus 2 Schiffen bestehenden Flotte und Tod aller Rahadoumi: Ben war wirklich ein Ärgernis. Immer brachte er sich und andere in Gefahr und meistens, obwohl er das genaue Gegenteil erreichen wollte. Ich erinnere wie er seinen ersten Schuss, beim 10 Versuch, traf und wie glücklich er daraufhin war, bis er von einem der Männer von Meister Geißel ausgeknockt wurde. Und wie ich einen Stachel aus seinem Arsch zog, der so tief saß, dass er fast daran verblutete.
Wie er es schaffte mit einem gelähmten Bein von Hausdach zu Hausdach zu springen, aber daran scheiterte auf Deck eines fremden Schiffes zu springen.
Machs gut Ben und grüß die Rahadoumi von mir!

Kurtisane aus Port Fährnis: Ben Beckman? Was ein Mann! Der wusste wirklich, was er tat! Er ist tot? Ein Verlust für die Frauenwelt!

Rosie Schandmaul, ehemalige Offizierin der Drescher, heute 1. Maat der Löwenzahn: Ich konnte Ben nie wirklich einschätzen, obwohl ich eine Zeit lang auf seinem Schiff, der Drescher, als Offizier diente. Bis heute weiß ich nicht, ob er uns beschützen wollte oder zu feige war, als die 4 Männer von Sorrinasch kamen, um ihn mitzunehmen.

Kogge, 1. Maat der Bote der Rache: Ben? Hab ihn ein paar Mal gesehen. Hat sich immer zurück gehalten, wenn es ernst wurde. Wenn du mich fragst ein Feigling, aber dem Admiral treu. Vielleicht merkt er nun endlich, dass nur ein Schwert eine echte Waffe ist, nur übertroffen von der Faust lacht

Ambros Kroop, Koch auf der Bote Rache: Ben? War ein Hungerhaken. Hätte mal was essen sollen, dann hätte er auch mehr Entscheidungsfreude gehabt. Werd ihn vermissen, den Schwätzer, der besoffen zwischen den Schweinen lag.

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18. Die Prüfung des Orkankönigs

Es dauerte nicht lange, da trafen sich Olou und Teile seiner Crew im Nixenkübel, um die Lage der Dinge zu besprechen. Selbst nach 2 Tagen in Port Fährnis waren sie noch nicht weiter gekommen, was den Kaperbrief anging.

Dafür waren Blutroter “Kogge” Koggwart, Freddy das Wiesel, Lariela der Wind und Der stumme Torben bereits dabei einen Plan auszuhecken. Ghazkull, dem nicht genug Stimmung in der Kneipe war, beschloss diesen PLan zu befeuern, indem er allen einen Rum und Freibier spendierte, was sofort dazu führte, dass Freddy mit einem waghalsigen Plan und der Bitte um einen Vorschuss auf ihn zukam, der ihm sofort gewährt wurde.

Unterdessen unterhielt sich Ben Beckmann mit einem Halbing, der sich im Nixenkübel aufhielt und als Joris Selftmann vorstellte. Nachdem beide gezeigt hatten, dass sie mit ihren Schusswaffen aufeinander zielen konnte, stellte Joris dem inzwischen wieder zum einfachen Matrosen abgestiegenen Ben eine Herausforderung, um an die Feder an seinem Hut zu gelangen, die Olou haben wollte.
Ben sollte die Markierungsschilder der einzelnen Mördergilden im Halbmondhafen jeweils mit einer Kugel versehen und das innerhalb von 6 Stunden und dann lebend zurück in den Nixenkübel gelangen.

Gleichzeitig unterhielten sich Olou und Ghazkull mit einem höchst seltsamen Mann. Keiner traute sich an den mysteriösen Kerl heran, dessen körperliche Substanz immer wieder verschwand.
In einem interessanten Gespräch, in dem Olou versuchte seinen Gegenüber, Alrik Mondhand, von der Rechtschaffenheit seiner Rache und seiner Mission zu überzeugen, fanden sie heraus, dass Alrik aus Nex kam und eine Lebensaufgabe suchte, die er schließlich darin fand, sich Olous Crew anzuschließen.

Im Rahmen einer waghalsigen Jagd durch den Halbmondhafen, immer verfolgt von Teilen der Gilden, die ihn zwar bemerkten, aber nicht zu fassen bekamen, fand sich Ben auf einem der Häuserdächer kurz vor seinem letzten Ziel wieder.

Zu seinem Unglück hatte die letzte Bande ihn rechtzeitig bemerkt und rollte eine große Balliste herbei, mit der sie ihm vom Dach schießen und gleichzeitig an eine andere Wand nageln wollten. Den Aufruhr mitbekommend, gesellten sich Ghazkull und Olou zu dem Pöbel hinzu, der Blut fließen sehen wollte, immerhin hatte Ben oder eher sein Schutzengel Joris einem der Gildenchefs mit einer Donnerbüchse den Brustkorb aufgesprengt.
Zwar dachte Olou zuerst, dass Kogge bereits etwas Unüberlegtes getan hatte, doch als er Ben in Not sah, beschloss er auch hier einzugreifen. Gerade in dem Moment, als die Bewohner des Halbmondhafens die Balliste bedienten, beschwor Ghazkull einen Nebel herauf, der sie ihr Ziel verfehlen ließ, sodass der faustgroße Bolzen im Dach neben Ben einschlug.
In der Zeit kletterte Olou mithilfe seiner Spinnenschuhe die Wand hinauf, packte den Schützen und floh mit ihm durch die Straßen zurück zum Nixenkübel.
Als Joris Ben gratulieren wollte, fragte Olou ihn, ob sich ein Mann mit seinen Talenten nicht seiner Crew anschließen wolle, es gebe immer etwas, was man dort erschießen könne.

Am nächsten Morgen setzte Olou zusammen mit Ben und Ghazkull über zum Festland, um dort einen Boten zu engagieren, der zusammen mit einer gewaltigen Bestechungssumme eine Audienz beim Orkankönig erreichen sollte.
Da sie sonst nichts zu tun hatten, beschlossen die 3 sich etwas umzuschauen. Dabei landete Ben mit der Erlaubnis und vor allem dem Geld von Olou in der Sirenenpeitsche, dem besten Bordell in ganz Port Fährnis, um offiziel zu sehen, ob Kogge wirklich arbeitete oder nur sein ganzes Geld verhurte.
Da er Kogge nicht fand, beschloss Ben sein Glück zu nutzen und die zeit im Bordell zu genießen, was auch die Damen ausgiebig erfreute.

Unterdessen kauften sich Ghazkull und Olou einige Gegenstände und 3 Mwangi-Sklaven, die Olou in den Gozreh-Tempel brachte, um sie zu untersuchen zu heilen und anzukleiden, damit er sie in seine Crew aufnehmen konnte. Ghazkull hingegen fand etwas über das Viridiankartell hinaus, beschloss aber, dem erst am nächsten Tag nachzugehen, genau wie seinen Besuch in der Mystikerschanze.

Am nächsten Morgen jedoch wurden Ben, Olou und Ghazkull von einer grölenden Menge geweckt, die lautlos, Olou! Olou! skandierten, woraufhin sich der Mantikorschlächter nach draußen begab und sich plötzlich dem 1. Maat des Orkankönigs, Tsadok Goldzahn, gegenübersah.

Dieser erklärte unter reichlich verdeckten Beleidigungen das ein solch unbedeutender Pirat ohne Fürsprecher zunächst eine Prüfung abzulegen habe und das diese nun beginnen werde.

Zunächst sollte Olou gegen einen Mann aus der Crew des Orkankönigs beweisen, wie schnell er ein Segel entfalten konnte. Da Olou über seine Spinnenschuhe verfügte, war sein Gegner ihm zu keiner Zeit gewachsen. Auch ein offensichtlicher Versuch das Segel umzuschwenken wurde von Ghazkull und Ben verhindert, indem sie den unglücklichen Piraten, der betrügen wollte, einfach über Bord warfen.

Beim 2. Test hingegen, ein auf Glück basierenden Kartenspiel, stellte sich die Situation anders dar. Hier spielte Ghazkull gegen Tsadok persönlich und verlor trotz der Hilfe von Olou, der mithilfe seines Fernblicks in Tsadoks Karten spähen konnte.

Der 3. Test, ein Kampf gegen einen wütenden Sumpfriesen endete hingegen in einem Debakel. Zwar konnten Olou und Ghazkull schnell verhindern, dass der Riese ihr Schiff attackierte, doch der mutige Ben, der vorgerannt war, um das Ungetüm zu erschießen, wurde von dessen Fischhacken aufgespießt und verblutete elendig an seinen Wunden, während seine Kameraden das Monster töteten.

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17. Ein unerwarteter Verrat

Kaum hatten Olou, Ghazkull und Exulans die Geheimtür in dem Krankenraum gefunden, betätigten sie den Schalter, um diese zu öffnen. Hinter dem Bücherregal befand sich eine dunkle Treppe, die mehrere Stufen hinabging.
Furchtlos schnappte sich Olou eine seiner ewigen Fackeln und ging voran in die Finsternis.

Währenddessen hatte Ben Beckman ein unerfreuliches Gespräch mit Marinus Modrinacht, bei dem dieser sich als Werwolf zu erkennen gab und meinte, Ben als Druckmittel gegen Olou benutzen zu können. Ben konnte darüber nur lachen, da Olou mit niemandem verhandle, bis ihm klar wurde, dass dies seinen Tod bedeuten würde.

Die Ketten, welche seine Hände auf den Rücken fesselten wurden nun hochgezogen, sodass er eien halben Meter über dem Boden hing und seine Schultern zu bersten drohten, während Marinus darauf wartete, dass Olou den Raum betrat und noch Männer postierte.

Es dauerte auch nicht lange bis sich Olou zusammen mit seinen Kameraden durch die Räume voran gewagt hatte, um in den Hauptraum des Anwesens, einen großen unterirdischen Keller zu gelangen. Das Bild, welches sich ihm bot, ließ den mächtigen Mwangi zumindest für einen Moment innehalten.
Der gefesselte Kapitän der Drescher mit knirschenden Schultergelenken und gesenktem Kopf von der Decke hängend und dazu ein einsamer Mann, der seelenruhig auf einem Stuhl sitzt und ihn freundlich anlächelt.

Es entspannte sich ein Gespräch zwischen Marinus und der Gruppe um Olou, in welchem Marinus Olou anbot sich doch dem Piratenfürsten Sorrinasch anzuschließen. So könnte er Teil einer bedeutenden Crew werden und zudem den Kaperbrief des Piratenfürsten als Teil seiner Flotte mitnutzen. Nach einigem Hin und Her und dem Zeigen eines weiteren Gefangen, Freddy, der vor allem Ghazkull nachdenklich werden ließ, schien sich Olou mit dem Gedanken anfreunden zu können, bis Marinus ihm die 2. Bedingung erzählte. Jeder Pirat in der Crew von Sorrinasch muss ein Werwolf sein.

Ohne weiter zu zögern beendete Olou die Verhandlungen und zog sein Schwert vom Rücken, doch sein Gegenüber überraschte ihn erneut. Wie auf ein unsichtbares Zeichen hin fielen die seitlichen Wände zu Boden und dahinter kamen 4 Werwölfe und 4 Werraten zum Vorschein, die sich auf Olou, Ghazkull und Exulans stürzten.
Es entspann sich ein Harter Kampf zwischen den Beteiligten, während Marinus seelenruhig mit seinem Schwert auf den wehrlosen Ben Beckmann einschlugg, bis dieser schwer blutend nur noch schlaff an den Ketten hing.

Lachend machte er sich darauf daran den Raum zu verlassen. Unterdessen kämpften Olou und Ghazkull nach wie vor mit der Überzahl an Lykanthropen, die es ihnen deutlich schwerer machten als jeder Gegner vor ihnen. Hinzu kam ein sehr unerwarteter Verrat.
Anstatt mit seinen Kameraden zu kämpfen, erlag Exulans den Verlockungen des Werwolfs und folgte ihm durch die Tür hinaus.
Als Olou und Ghazkull ihre Gegner endlich besiegt hatten, waren viele bereits geflohen,. Exulans mit Marinus gegangen, aber Ben Beckmann sehr zu ihrem Erstaunen noch am Leben, auch wenn es ihm nicht gut ging.
Bevor Ghazkull den Schützen heilte, nahm er noch dessen zweiläufige Pistole, die auf dem Tisch lag wieder an sich.

Es folgte eine rasante Flucht durch die Straßen von Ollo, die erst am Hafen endete. Hier hatte die Crew unter der Führung von Freddy, Kogge und Knöchel Malmer bereits die Hafenarbeiter, welche die Bote der Rache in Besitz nehmen wollten, überwältigt und getötet, ohne selbst allzu große Verluste zu erleiden. Die Drescher hingegen, die noch immer schwere Schäden aufwies, ließ Olou zurück, zumal er auch Ben Beckman, der sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert hatte sowieso das Kommando über das Schiff entziehen wollte.

Da keiner in der Crew und auch nicht die Offiziere und Kapitäne nun wussten, wie es weitergehen sollte, der Ausflug nach Ollo hatte ein Schiff, einen geschätzten Weggefährten gekostet und sicherlich einen mächtigen Feind gebracht, beschloss Olou zunächst einmal zurück zum Gezeitenfelsen zu reisen und sich auf dem Weg dorthin über seine zukünftigen Ziele klar zu werden. Unterdessen überlegte sich Ghazkull wen er als Offizier auf seinem Schiff Teufelsblässe einstellen sollte, wenn Eisberg, Franky und Tom es denn geschafft hatten, dieses zu reparieren.

Ohne Probleme kam die Bote der Rache zurück zum Gezeitenfelsen, wo sie bereits von Kleinstein und den Handwerkern erwartet wurden. Sehr zu Ghazkulls Freude war sein Schiff vollständig repariert und sogar mit einem leicht verbesserten Steuerrad ausgestattet worden. Auch Olous Frau war in der Zwischenzeit nicht tatenlos geblieben und hatte mehr als 20 neue Wachen sowie einen Barden angeheuert, dessen Ziel es war, den Ruf des Mantikorschlächters zu mehren.
In der darauffolgenden Nacht kam Olou zusammen mit seinen wichtigen Männern und Frauen zu einer Entscheidung. Die Zeit war reif für eine Reise nach Port Fährnis.

Die Reise zum wichtigstens Piratenhafen der Fesseln verlief bis auf einen kurzen Zwischenfall mit einem rahdoumischen Schiff, welches jedoch im Schutz der Dunkelheit entkommen konnte, ereignislos. Im Hafen angekommen allerdings kam Olou und Ghazkull ein Schiff aus dem Hafen entgegen, welches sie aufforderte ihre Fahrt zu verlangsamen und zu stoppen. Der Sprechen stellte sich als Zwerg hinaus, der es sich nicht nehmen ließ, daraufhin fliegend auf das Schiff von Olou hinüberzuwechseln und ihn darauf hinzuweisen, dass er die Bote der rache sowie die Teufelsblässe zunächst für 1 Woche unter Quarantäne im Halbmondhafen zu stellen habe.

Um nicht gleich zu Beginn für Aussehen zu sorgen, unterwarf sich Olou dieser Anweisung und ging nach einer kurzen Durchsuchung seines Schiffs an Land.

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16. Auf nach Ollo!

Nach einer ausufernden Feier, in deren Rahmen die allerletzten Vorräte der Bote der Rache aufgebraucht wurden, kehrte Müdigkeit und Ernüchterung auf der Bote der Rache ein.
Zwar hatte die Crew einen gewaltigen Schatz gefunden und auch vollständig geborgen, die Sahuagin der Menschenfängerbucht fast vollständig vernichtet und doch wusste keiner so Recht, wie sie jetzt weitermachen sollten, zumal Sandara Quinn beschlossen hatte eine Pilgerreise zu Besmaras Thron durchzuführen und die Crew daher nach Absprache mit Kapitän Ollo verließ.

Derart gestrandet kam es Olou, der zusammen mit Ghazkull einen Kurs nach Ollo, der Hauptstadt der Haiinsel, erarbeitet hatte, gerade Recht, dass sich ein alter Feind zu ihrem Ankerplatz am Rande der Menschenfängerbucht näherte:
Die Drescher mit ihrem neuen Kapitän Knöchel Malmer, einem wild aussehenden Piraten, der sich auf den brutalen Faustkampf verstand.

Er forderte den bereits geschwächten Kapitän Olou zu einem Zweikampf am Strand auf, den dieser knapp gewann. Er verschonte Knöchel Malmer, nahm sich dessen Schiff und seine noch überlebende Crew und gab es Ben Beckman, der nun endlich auch ein Schiff unter seinem Kommando hatte.

Nachdem Olou und Ghazkull zusammengerechnet hatten, wie lange ihre Vorräte reichten, beschlossen sie zur Haiinsel, genauer nach Ollo zu segeln. Zum einen wollte Kapitän Olou einen neuen Hafen kennenlernen, zum anderen versprachen sie sich hiervon, gewissen Eindruck auf die Bevölkerung zu machen, so ihren Ruf zu steigern und vielleicht sogar im Ansehen Avimar Sorrinasch, eines Piratenfürsten zu steigen.

Mit einigen Schwierigkeiten, Bens Erfahrungen zum Führen eines Schiffes waren noch sehr begrenzt, gelangten sie schließlich am Mittag des 3. Tages nach ihrem Aufbruch von der Menschenfängerbucht in Ollo und liefen in den Hafen ein. Nachdem Ben ein schlechtes Geschäft mit Exulans abschließen musste, um die Hafensteuer zu entrichten und Olou sein Schiff, die Bote der Rache in eine Werft gebracht hatte, wo sie repariert werden sollte, beschlossen die Piraten sich einmal in dem Dorf umzusehen.

Was ihnen als Erstes und allem voran Exulans auffiel war, dass die Bewohner von Ollo anscheinend all ihr Silber im Hafenbecken entsorgten aufgrund einer Anweisung des Piratenfürsten. Als Exulans versuchte nach den Schätzen zu tauchen, kam es zu einem kurzen Konflikt mit einigen Hafenaufsehern, den er jedoch schnell lösen konnte. ZU seinem Leidwesen konnte er dabei nur einige Fläschchen Silberöl ergattern, während er all die wertvollen Dinge wieder zurück ins Wasser werfen musste.

Unterdessen verfolgten Olou und Ghazkull einen Schützen, der von den Dächern der Stadt mit Armbrustbolzen auf sie geschossen hatte, konnten ihn aber nicht schnappen. Dafür lief Ghazkull in die Falle eine Straßenbande auf Jugendlichen und Kindern, die er ohne zu Zögern auslöschte, als sie ihn angriffen.

Wie vorher abgesprochen trafen sie sich wieder am Hafeneingang, wo eine breite Straße in das Dorf hinein führte.
Unterdessen hatte Ben eine unterhaltsame Unterredung mit einem Mann namens Grotus, der das Geschäft eines gewissen Grotus anpries und meinte, dort müsse man gewesen sein, wolle man Ollo heil wieder verlassen. Da er dem Braten nicht so wirklich traute, beschloss er zusammen mit Exulans seinen Admiral zu informieren und sich zunächst mit Olou und Ghazkull abzustimmen.

Wieder vereint beschloss Olou sich diesen Grotus einmal anzusehen und ebenfalls in die Wirtschaft einzukehren, in der zuvor Ben sein Glück versucht hatte. Entzückt von der freundlichen Art des Mannes beschloss er ihm zu folgen und seinen Laden aufzusuchen. Ben, dem der Mann noch immer suspekt war, beschloss auf sein Schiff zurückzukehren. Dabei wurde er ebenfalls von 2 Schützen auf den Dächern der Stadt beschossen, konnte aber erkennen, dass diese Männer Abzeichen von Avimar Sorrinasch trugen.

Schnell wollte er zu seinem Kapitän eilen, doch dieser befand sich bereits nicht mehr in der Wirtschaft. Leider war ihm die Wegbeschreibung von Grotus nicht mehr exakt im Kopf, sodass er sich in den schmutzigen Gassen von Ollo verlief, direkt in die Arme einer weiteren Kinderbande.
Noch bevor er seine Überlegenheit mit Hilfe der neuen von Ghazkull erhaltenen Pistolen ausspielen konnte, traf ihn ein Schlafpfeil am Kopf und ließ ihn zu Boden gehen.

So niedergeschlagen kam er zu einem Mann namens Madrios, der ihm eine Pistole abnahm und versprach sie ihm wiederzugeben, sollte er sich um das ominöse Gespensterhaus kümmern, indem seine Kinder immer wieder verschwinden würden.
Nachdem sie ihn frei gelassen hatten, beschloss Ben aber die Sache Olou gegenüber nicht zu erwähnen und die Sache auf sich beruhen zu lassen. Immerhin besaß er noch 2 weitere Pistolen.

Die nächsten 2 Tage geschah nicht viel. Olou wartete darauf, dass die Arbeiten an seinem Schiff beendet wurden, während Ghazkull versuchte den Ruf der Piraten zu steigern und Ben sich zusammen mit Exulans daran machte überschüssiges Plündergut zu verkaufen, beziehungsweise Ausrüstung, und Proviant einzukaufen.

Dann sollte das Unglück seinen Lauf nehmen. Ghazkull, Exulans und Olou beschlossen sich persönlich noch bessere Waffen zu kaufen, während Ben auf seinem Schiff blieb, um sich etwas zu erholen und das Schiffsabläufe zu ordnen.
Plötzlich kamen 6 Männer mit dem Abzeichen von Sorrinasch auf die Kaimauer und forderten, dass Ben sie an Bord seines Schiffes ließe, um zu überprüfen, ob er sich an das Silberverbot hielte. Einer seiner Männer, Exulans, sei mit einem silbernen Anhänger gesehen worden.
Widerstandslos ließ sich Ben Beckman nach einer ergiebigen Durchsuchung seines Schiffes abführen, während Olou zusammen mit den Offizieren nach dem Kauf neuer Waffen den Eingang des angeblichen Spukhauses betrat, da sich dort das Zeichen von Sorrinasch finden ließ, welches auch die Schützen auf den Dächern getragen hatten.

Nach dem Kopf gegen einige KInder, die sich unter lauten Schmerzensschreien in Werwölfe verwandelten und der Durchsuchung des ersten Raumes stand für Olou fest, dass er dieses Haus durchsuchen und der Ursache der Angriffe auf den Grund gehen musste.

Gleichzeitig wurde Ben in ein unterirdisches Gewölbe gebracht, zu einer beeindruckenden Gestalt, die sich als Marius Modrinnacht vorstellte und ihm erklärte, dass Olou, Ghazkull und Exulans auf dem Weg zu ihm sein, nur um sich vor seinen Augen in einen Werwolf zu verwandeln.

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15. Die Menschenfängerbucht

Den Gefahren von Raugsmaudas Gestaden entkommen, setzte Kapitän Olou wieder Segel gen Menschenfängerbucht um seinen Durst nach Rache und den Hunger seiner Mannschaft nach Beute zu befriedigen.
Es dauerte nicht lange und die Bote der Rache konnte die gewünschte Inselgruppe anlaufen. Eine tiefblaue Lagune, die vollkommen in einem Kessel eingeschlossen war und nur durch eine schmale Einfahrt zu erreichen war, zeigte sich vor den Piraten.

Überspannt wurde die Lagune von einem gewaltigen Geflecht aus Ranken, die kaum Sonnenlicht durchließen. Zudem gab es nur wenige Möglichkeiten an Land zu gelangen, da hohe, steile Felswände vom Wasser bis hoch in den Dschungel ragten.

Vorsichtig steuerte Ghazkull am Nachmittag das Schiff in die Bucht hinein. Sie hatten also die Menschenfängerbucht gefunden, doch wo befand sich der Eingang zu Kapitän Kyros Wolf gigantischem Schatz? Sorgfältig inspizierten Olou und Ghazkull die Felswände von ihrem Schiff aus, doch sie konnten nichts erkennen, was zu dem Gedicht auf dem Rücken der getöteten Piratin passte.
Dafür bemerkte ihre Crew, wie sich irgendjemand an dem Schiff zu schaffen machte. Darauf aufmerksam gemacht, konnte auch Ghazkull die Flossen von Haien erkennen, die um das Schiff herumschwammen und ein sägendes Geräusch.
Das Wissen aus ihren bisherigen Erfahrungen mit Sahuagin anwendend, erkannten Olou und Ghazkull, dass die Fischwesen mit den Haien kommunizierren und diese als Reittiere nutzen konnten und wohl gerade dabei waren, das Ruder des Schiffs zu beschädigen, sodass die Bote der Rache manövrierunfähig sein würde.

Eilig machte sich Ghazkull daran ein paar unheilige Kreaturen zu beschwören, während Olou Pfeil um Pfeil in Richtung der Haiflossen abschoss, was seine Crew ihm gleich tat. Gerade noch rechtzeitig konnten die Sahuagin abgewehrt werden und Ghazkull wendete das Schiff aus der Bucht hinaus aufs freie Meer, wo sie beschlossen erst einmal zu ankern. Zu ihrem Glück schienen sie die Fischwesen nicht zu verfolgen, auch wenn sich ihnen der Grund dafür nicht wirklich erschloss.

Allerdings erkannten sie, dass die Sonne nun in ihrem Rücken stand und aufs freie Meer schien, wohingegen in dem Rätsel die Rede davon war, dass die ersten Sonnenstrahlen ihnen den goldenen Zahn weisen würden. Also beschloss Olou bis zum nächsten Morgen zu warten, verdoppelte jedoch die Wachen an Deck.

Nach einer ereignislosen Nacht versammelte sich die gesamte Crew am Morgen an der Reling, um zu erblicken, was auch immer da kommen möge. Erwartungsvoll starrten sie auf die steinernen Küstenwände als Sarenraes Strahlen über die Horizont kamen und tatsächlich funkelte da etwas mitten in einer Felsformation am anderen Ende der Bucht.

Doch wie sollten sie durch die Sahuaginverseuchte Bucht gelangen?
Derart vor einem Problem stehend, beschlossen Olou und Ghazkull sich von der Spitze des Mastes, der fast bis an das Geflecht oberhalb der Bucht heranreichte, nach oben in die Ranken zu springen und sich von dort an Land zu hangeln und sich dann abzuseilen. Da Olou selbst dafür zu schwer schien, schickte er Kleinstein los, der sich gut macht, aber in der Mitte der Bucht abstürzte und sich dann wieder daran machte, schwer verletzt aufs Schiff zurück zu schwimmen.
Nur dank einem von Olou abgeschossen Pfeil gelang es ihm das Seil seiner Kameraden zu ergreifen, bevor ein Hai nach ihm schnappte, doch es zeigten sich erstaunlicherweise keine Sahuagin. Wagten sie sich nicht bis zum Rand der Bucht?
Die Lösung erschien Olou so gut wie jede andere, daher beschloss er zusammen mit Christine, Brim, Exulans, Kogge, Ben und Ghazkull die Außenseite der Felswand emporzuklettern, durch den Dschungel zu laufen, wobei er hier darauf achten wollte, nicht in eines der wilden Affenrudel hineinzulaufen, welche er als große Gefahr ansah, und sich dann an der entsprechenden Stelle abzuseilen.

Gesagt getan, doch in des Kaptäns leerem Auge fand sich leider nicht, was Olou gedacht hatte. Kein Schatz, kein Gold, sondern ein mit Wasser gefüllter Tunnel und eine vermoderte Holzkonstruktion.
Da er jedoch so einfach nicht aufgeben wollte, sprang er zusammen mit Christine, Ben und GHazkull ins Wasser, trank einen TRank Wasser atmen, den er wohlweislich für einen solchen Fall bei sich trug und tauchte unter, MITTEN in die Heimat des örtlichen Sahuaginstammes.

Hier konnten die ausgewählten Mitglieder seiner Crew zum ersten Mal sehen, was es bedeutete, wenn Kapitän Olou jemanden ewige Rache geschworen hat. Mit einer Präzision und enormen Wut kämpfte sich der Mwangi zusammen mit Ghazkull durch die Tunnel und verschonte keinen Sahuagin. Jeder vom Babyalter bis hin zum Greis wurden gnadenlos abgeschlachtet, sodass das Wasser sich rot von den unglaublichen Mengen an Blut färbte, die Olou vergoss. Selbst vor den gerade aus ihren Eiern geschlüpften Babys machte er keinen Halt, wobei er beschloss ein anders aussehendes Ei, welches er zusammen mit einem komisch aussehenden Fisch fand, mitzunehmen, während er auch hier die übrigen Eier zerstörte.

Kurz darauf gelangten Olou, Ben und Ghazkull in den Thronsaal der Sahuagin. Nachdem sie einen riesigen Hai den Gar ausgemacht hatten, dauerte es auch nicht mehr lange, bis der vierarmige König
Krelloort.jpg
fiel.
Nach einiger Suche und einer unangenehmen Überraschung in Form eines giftigen Quallenschwarms gelang es Olou den sagenhaften Schatz von Kyros Wolf zu finden und zurück auf sein Schiff zu bringen, wo er von seiner begeisterten Mannschaft empfangen wurde.

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14. Eine gefährliche Fahrt

Olou und seinen Offizieren blieb kaum Zeit, um nach dem Angriff der feindlichen Piraten durchzuschnaufen.
Nur 2 Tage später legte ein weiteres Schiff am Gezeitenfelsen an. Dieses Mal handelte es sich jedoch um einen kleinen schmalen Segler, mehr ein Fischerboot, welches von 4 Personen gesteuert wurde, die von den großen Taten von Olou dem Mantikorschlächter gehört hatten und sich diesem deshalb anschließen wollten.
Standesgemäß kam Olou ihnen über das Wasser mit Hilfe des “Eisernen Hemdes” des Eisernen Berts entgegen gelaufen und fragte sie über ihre Fähigkeiten und den Grund ihrer Ankunft aus.
Schnell wurde klar, dass vor die Katzenfrau Milah, der bärbeißige Sören, die schöne Besmaragläubige Christine und die singende Halblingsfrau Josi eine gute Ergänzung der aktuellen Crew darstellen würden.

Kurz darauf setzte Kapitän Olou nach Absprache mit seinen Offizieren auf Drängen der Mannschaft nach Beute die Segel in Richtung Menschenfängerbucht. Die Zeit schien reif zu sein für den großen Coup und natürlich für die Rache an den Sahuagin, welche es gewagt hatten den Besitz von Olou anzugreifen.

Da Ghazkulls Schiff noch immer scher beschädigt war, beschloss man gemeinsam auf der Bote der Rache zu segeln.
Nach nur wenigen Tagen traten jedoch schwerwiegende Probleme an Deck auf. Crewmitglieder verschwanden spurlos auf Wachen oder fielen am hellichten Tage wegen Erschöpfung aus der Takelage. Kroop, der Koch, vertilgte die kompletten Vorräte der Bote der Rache und begann einen Kampf gegen Ghazkull, den er nicht gewinnen konnte, der aber offenbarte, dass er von einer bösen Macht besessen war, die das Schiff heimsuchte.
Brim setzte ein Teil des Schiffes in Brand, bevor Olou ihn ohne Ausrüstung in der Kapitänskajüte einsperrte.

Die Spur zu dem Verursacher führte die mittlerweile ebenfalls geschwächten Offiziere zu Sandara, die von einer seltsamen Kreatur besessen zu sein schien. In einem harten Kampf, der alle fast das Leben kostete konnte die Kreatur, eine Nachtvettel, welche die Offiziere in den golghanischen Ruinen unter dem Gezeitenfelsen geweckt hatten, besiegt werden.
Leider starb mit der Nachtvettel auch endgültig der Körper von Sandara, die nur dank einer Schriftrolle von Ghazkull wiederbelebt werden konnte.

Nun hatte Olou jedoch ein Problem. Seine gesamte Crew stand kurz vorm Sterben und außer ihm und Exulans waren auch seine Offiziere mit seinen Kräften am Ende und drohten an dm Dämonenfieber der Vettel zu sterben, sodass er eine waghalsige Mission beschloss. Unter Aufbietung all seinen Mutes nahm er Kurs zu der Nordöstlichsten Insel von Raugsmaudas Gestaden.
Dort sollte einer alten Sage nach ein verzauberter Brunnen stehen, der jedes Leiden heilen konnte.

So heimlich wie möglich begaben sich erst Olou alleine und als er das Rätsel des Brunnens nicht lösen konnte der Rest seiner Offiziere an Land. Dort trafen sie auf unheimliche Geister, massenhaft Zombies, und allerlei andere Untote, die sie behelligten, denen sie aber zu ihrem Glück größtenteils ausweichen konnten.
Nach der Entschlüssung des Rätsel, sowie dem Erhalt der Träne einer Meerjungfrau gelang es ihnen bei dem Kampf gegen einen Grabwächter von der Insel zu entkommen und ihre Crew zu retten.

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13. Angriff auf den Gezeitenfelsen

Nachdem sie sich von dem Angriff des Oktopus erholt hatten. befand Olou, dass es besser wäre, sich wieder dem normalen Piratenhandwerk zu widmen. Da er bereits von seiner Frau die Handelsrouten aus Sargava in Erfahrung gebracht hatte, machte er sich auf den Weg in Richtung Glitschiger Küste, um dort Schiffe zu überholen.

Bereits nach kurzer Zeit entdeckten sich eine Galeone, die gerade von einem anderen Piratenschiff geentert wurde. Sofort entschloss sich Olou diese Situation auszunutzen und beider Schiffe habhaft zu werden.
Noch bevor er in den Kampf eingreifen konnte, drehte das Piratenschiff ab und fuhr auf die Bote der Rache zu.
Gortus Sward, ein Hobgoblin und gleichzeitig Kapitän des feindlichen Piratenschiffes Teufelsblässe forderte Ghazkull, der die Gespräche übernahm, auf, sich nicht einzumischen, da dies seine Beute sei.
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Zum Schein bestätigte Ghazkull dies, um dann mit voller Fahrt auf das feindliche Schiff zuzuhalten.
Schnell erkannte Gortus Sward das Manöver und beschoss die Bote der Rache mit Ballisten, was diese jedoch nicht aufhielt, sodass es zu einem unerbittlichen Kampf kam, bei dem der Hobgoblin fiel und Olou ein neues Schiff sein Eigen nennen konnte. Zudem schlossen sich 12 Seeleute der Crew an.

Die Galeone, die Gortus hatte überfallen wollen,konnte allerdings trotz schwerer Schäden entkommen. Wütend über den Misserfolg bezüglich der Galeone und da sein letzter kontrollierter Untoter vom Riesenoktopus vernichtet worden war, versklavte Ghazkull den unglücklichen Gortus als einen seiner Untoten.

Nach einem kurzen Abstecher in Richtung Blutbucht, wo Ghazkull zusammen mit Ben anlegte, um Plündergut zu verkaufen, machte sich Olou zusammen mit seinen 2 Schiffen nun zurück auf den Weg zum Gezeitenfelsen.
Das 2. Schiff übergab er Ghazkull, der mit seinem vorherigen Schiff alles andere als zufrieden war und sich sehr über die neue Gabe seines Admirals freute.

Während dieser Zeit schien Ben von Albträumen geplagt zu werden. Jede Nacht sah er seltsame Bilder vor sich, bei denen er ein Seegefecht wahrnahm und am Ende lediglich ein blutiges Bild zurückblieb, während er seine eigene Leiche sah. Schreiend wachte er auf und versetzte so Teile der Crew in Angst.

Die Rückkehr gestaltete sich schwieriger als gedacht. Kurz nachdem die Schiffe von Blutbucht abgelegt hatten, kam abends ein merkwürdiger Nebel auf und Exulans konnte ein sich näherndes Schiff erspähen, auf welchem unermüdlich eine Glocke geschlagen wurde. Zu seienr Verblüffung fuhr es gegen den Wind. Als er die übrigen Offiziere informieren wollte, war das Schiff bereits verschwunden.

Am nächsten Abend setzten sich die unheimlichen Begebenheiten fort, als dieses Mal Ghazkull und Cysar das Schiff entdeckten, welches deutlich näher kam. Am wurmzerfressenden Bug des Schiffes konnten sie den Namen Totenglocke lesen.
Daraufhin fiel es ihnen wie Schuppen von den Augen.
Hatten sie vorher nur spekuliert, dass es sich um ein Geisterschiff handelte, stellte sich nun diesbezüglich Gewissheit ein.
Cysar berichtete von einem grausamen Kapitän, der bei der Waljagd seine gesamte Mannschaft in den Abgrund gestürzt hatte und seitdem sie Seelen von Seeleuten sammelte, um sich von seinem Fluch zu befreien.
Er würde seine Ziele immer 3 Tage verfolgen und in den Wahnsinn treiben, bevor er zuschlug.

Sofort beschloss Olou sich dieser Gefahr nicht auszusetzen und steuerte am nächsten Tag seine alte Heimat, ein kleines namenloses Fischerdorf an der Glitschigen Küste an.
Die komplette Crew mit Ausnahme von Ghazkull ging vor Anker und machte sich auf den Weg in das Dorf, welches jedoch verlassen schien. Zu seinem Glück erinnerte sich Olou an das geheime Versteck des Dorfes, wenn Piraten angreifen und konnte die Dorfbewohner finden und zu einer riesigen Feier einladen, bei der er von seinen Erlebnissen erzählte und sich nach kurzem Zögern von seinen ehemaligen Bekannten feiern ließ.

Unterdessen machte sich die Totenglocke daran die Teufelsblässe zu entern. Ein Untoter, den Ghazkull nicht kontrollieren konnte, zusammen mit einigen Meereszombies bereiteten sich bereits auf ein Entermanöver vor, als der Hobgoblin zusammen mit seinen Untotengefährten Jakub und dem versklavten Gortus von Bord sprang und an Land schwamm. Völlig benebelt vom Alkohol beobachtete Ben diese Geschehnisse, griff aber weder ein, noch konnte er sich am nächsten Tag daran erinnern.

Da auch Olou wusste, dass er nicht ewig in seinem alten Dorf bleiben konnte, zumindest wenn er sein Ziel, eine Flotte aufzustellen und damit alle Rahdoumi zu töten, weiter verfolgen wollte, beschloss er nach Absprache mit seinen Offizieren am nächsten Tag weiterzusegeln und sich der womöglich noch immer vorhandenen Gefahr durch die Totenglocke zu stellen. Diese hatte am vorigen Abend weder die Schiffe zerstört, noch waren die Untoten an Land gekommen.

So bereiteten sich die Crews der Bote der Rache und der Teufelsblässe am Abend auf das Erscheinen der Totenglocke vor, die auch tatsächlich kam. Mit einem unermüdlichen Läuten der Glocke kam das Geisterschiff immer näher, bevor es schließlich angriff. Die Meereszombies waren schnell besiegt, doch der Kapitän stellte selbst für den sonst so mächtigen Ghazkull eine Herausforderung dar. Dessen Harpune durchbohrte seine Schulter und setzte ihm übel zu, bis Olou letztlich den Kaüitän zu Boden schicken konnte und die Totenglocke begann gen Meeresgrund zu sinken.

Erleichtert atmete die Mannschaft auf und setzte ungestört ihren Weg zurück zum Gezeitenfelsen fort. Dort angekommen überzeugte sich Olou von dem Fortschritt der Arbeiten an dem alten Lagerhaus, bevor er zusammen mit Exulans, der als Einziger das Angebot angenommen hatte, auch im Gezeitenfelsen selbst zu schlafen.
Unterdessen wurden Bens Albträume immer schlimmer, sodass er beschloss sich sowohl von Ghazkull als auch von Olou, die beide etwas von Heilkunde verstanden untersuchen zu lassen. Da beide nichts feststellen konnte, sich jedoch auch keine Besserung einstellte, beschlossen sie die Nacht in seiner Kajüte zu verbringen und ihn während seiner Träume zu beobachten.

Dabei konnten sie feststellen, dass der Schütze sich wild umherwarf und immer wieder sowohl seinen Hintern als auch seinen Kopf gegen die Bordwand rammte.
Als die beiden diese Stellen genauer untersuchten, konnten sichn dort jeweils fingerdicke schwarze Punkte ausmachen, die leicht schimmerten und vollkommen fest in seiner haut zu stecken schienen.

Sie beschlossen zunächst sich um den Punkt an seinem Hintern, der vollkommen eben mit Bens Haut verwachsen zu sein schien, zu untersuchen. Dafür holte sich Olou eine Zange und versuchte mit aller Macht den Fremdkörper aus Ben hinauszuziehen. Mit einer gewaltigen Kraftanstrengung gelang es ihm auch. Gleich hinterher kam eine gewaltige Blutfontäne, die Ghazkull nur mit Mühe stoppen konnte. Dafür schien Ben ruhiger geworden zu sein.

Interessiert sahen sich Olou und Ghazkull an, was sie dort aus Bens Körper geholt hatten. Ein langer pechschwarzer Dorn, der bis tief in seinen Körper gereicht haben musste. Obwohl sowohl Ghazkull als auch Olou Ben bereits magisch untersucht und dabei nichts Seltsames feststellen konnten, ging ein vergehende magische Aura von dem Dorn aus.
Als sie ihn in eine Schale legten, begann er sich aufzulösen und verschwand letztlich.
Geschockt darüber beschlossen die beiden Kapitäne nicht auch den Dorn aus seiner Schläfe zu ziehen, wie sie es zunächst vorgehabt hatten.
Als Ben aufwachte und das ganze Blut in seiner Kajüte bemerkte, gelang es ihm nur mit Mühe seine Galle bei sich zu behalten, dafür fühlte er sich zum ersten Mal seit seinem Fasttod beim Kampf mit dem Oktopus wieder etwas besser.

Noch bevor Olou den erneuten Aufbruch zu einer neuen Plünderfahrt befehlen konnte, griff bei Einbruch der Nacht eine Gruppe Sahuagin den Gezeitenfelsen an. Sie hatten sich zuvor im seichten Wasser versteckt, stellten aber für den kampferprobten Admiral, der Hilfe von den Wachen bekam, kaum eine Herausforderung dar.
Gruppe_Sahuagin.jpg

Doch nach wie vor sollte keine Ruhe einkehren. Nach einer nur sehr kurzen Ruhephase, in denen sich die Piraten versuchten etwas zu erholen und der Bau deer Lagerhalle voranschritt und sich dem Abschluss entgegen neigte, erschütterte eine Explosion die Eingangstür des Gezeitenfelsens.
Ben und Ghazkull, die lieber auf den Schiffen als in dem Turm schliefen, wurden hiervon wach und beschlossen sofort nach dem Rechten zu sehen, indem Ghazkull seine Skelettmannschaft einsatzbereit machte und die Teufelsblässe begann aus dem sicheren Hafen hinauszusteuern.
Währenddessen kämpften Exulans, der auf nächtlicher Diebestour war, Cysar, die schnell noch ihren Sklaven in Sicherheit brachte und Olou gegen eine 30köpfige Angreifergruppe, welche sich daran machte, den Gezeitenfelsen mit 2 Langbooten zu stürmen, während eine Dschunke an der Hafeneinfahrt wartete.

Während Cysar zusammen mit den Wachen des Gezeitenfelsens, von denen nur insgesamt 3 überlebten die freindlichen Bukaniere abwehrte und sie durch geschickte Taktik einen nach dem anderen tötete, kämpfte Olou im Schlafgemach seiner Gemahlin gegen einen Salzmephiten, der dort hineingelangt war.
Kurz darauf bemerkte er, dass nicht der Mephit sein eigentlicher Gegner war, sondern eine schwarzhaarige Schönheit, Isabella “Tintenhaut” Schleuser, die Tätowierungen am ganzen Körper aufwies.
Zwar gelang es ihm der jungen Frau einigen Schaden zuzufügen, doch selbst mit Hilfe seiner Gemahlin und Exulans wurde er besiegt und ging bewusstlos zu Boden.
Exulans hingegen wurde von der Frau geschnappt als er bewusstlos war und sich über die Schulter geworfen, woraufhin Isabella sich daran machte, den Turm wieder zu verlassen.
Als Cysar sich ihr in den Weg stellte, ließ sie diese erblinden und konnte den Turm so ungehindert wieder verlassen.

Unterdessen rammten Ben und Ghazkull das feindliche Schiff, die “Drescher”, die es allerdings schaffte, dass Steuerrad der Teufelsblässe zu zerstören und diese so manövrierunfähig zu machen. Von Ghazkull angetrieben, setzte Ben zu einem waghalsigen manöver an und sprang, als die Teufelsblässe die Drescher rammte wagemutig auf das fremde Schiff, wo ein breitschultirger Mann mit zerstörtem Gesicht und Irokesenfriseur ihn ins Wasser beförderte, um mitsamt dem Schiff zu entkommen.
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Doch so leicht wollte Ghazkull die Sache nicht auf sich beruhen lassen. Er rief 3 kleine Windelementare herbei, die sich um die Segel der Drescher kümmern sollte, während er sich daran machte gegen Isabella Tintenhaut zu kämpfen, die Exulans auf ihren Schultern schwimmend auf ein Langboot befördern wollte, um zusammen mit den Bukanieren zu entkommen.
Zunächst versenkte er mit einem herbeigerufenen Wasserelementar eines der Langboote um dann 2 infernalische Haie herbeizubeschwören, die sich um Isabella Tintenhaut kümmern sollten. Den ersten vernichtete die Hexenmeisterin mit einem Geysir, doch den zweiten konnte sich wegen ihrer vielen zuvor erlittenen Verletzungen nicht mehr abwehren, sodass ihr lebloser Körper gen Meeresgrund sank.

Zu Ghazkulls Unmut war ihnen erneut ein Schiff entkommen, dazu sein Admiral schwer verletzt, Exulans bewusstlos, Cysar erblindet und Ben ins Wasser gefallen. Aber sie hatten überlebt und den Feind zunächst zurückgeschlagen.
Außerdem fanden sie eine höchst interessante Karte zwischen den Schulterblättern der nun toten schwarzhaarigen Hexenmeisterin, die ihnen den Weg zu dem sagenhaften Schatz von Kyros Wolf aufzeigt.

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