Unter Piraten

31. Vorbereitungen

Während Olou noch sein Dorf einsammelte und einen kurzen Abstecher nach Motaku unternahm, um im Hafenviertel von Quent Handwerker zu engagieren, machte sich Ghazkull bereits daran zusammen mit Gortus zu planen, wie er das Fort umgestalten wollte. Zudem ließ er durch anwesende Werftarbeiter die brüchigen Teile der Mauer sowie die beiden Eingangstürme absichern und gab eine Erneuerung des Tors in Auftrag, welches den Eingang zum Fort nicht mehr schützte.

Unterdessen fand Olgran in Quent eine höchst interessante Frau, die von sich behauptete eine ehemalige taldanische Werftarbeiterin zu sein. Mit ihren Umgangsformen und ihrer gesamten Ausstrahlung erinnerte die Frau den Halb-Elfen so sehr an seinen Kapitän, dass er kurz überlegte, ob es wirklich eine gute Idee ist, die beiden einander vorzustellen, doch er entschied sich letztlich dafür. Zudem konnte er einen Handel mit der Steinmetzgilde ausarbeiten, die gegen die Errichtung eines Gildenhauses auf der Insel der toten Augen bereit waren gegen ein gewisses Entgelt mitzukommen. Olou segnete beide Vereinbarungen nach einer kurzen Bedenkzeit ab.

Baolo hingegen machte sich auf den Weg zum Haus der gestohlenen Küsse, um nach den seltsamen Ziepen zu fragen, welches hin und wieder sein Bein heimsuchte. Gleichsam berichtete er der Hohepriesterin einige Geheimnisse seiner Flotte und über die Insel der toten Augen, sodass diese sich umsonst um seine Verletzungen kümmerte. Zudem versprach er die Errichtung eines Calistria-Tempels, wofür er eine junge Novizin mitgeschickt bekam, welche dies überwachen sollte. Wieder zurück auf der Bote der Rache erteilte Olou ihm und Olgran den Auftrag auch noch einen oder besser mehrere Schmiede zu besorgen. Relativ unwillig, aufgrund der Launenhaftigkeit ihres Admirals begaben sich beide in eine Bar und berichteten dort von ihrer Suche.

Schon in der Nacht tauchten 2 höchsttaugliche Schmiede an der Bote der Rache auf und wollten sich Olou dem Mantikorschlächter anschließen: Plim und Plam. 2 Goblins, welche durch ihre Schmeicheleien schnell Oloues Herz eroberten, aber auch durch ihre hervorragenden Arbeiten und durch die Tatsache, dass sie die Einzigen waren, die seinem Aufruf gefolgt waren. Mit dem Verbot, kein Alchemistenlabor benutzen zu dürfen, nahm Olou sie an Bord, nachdem er Baolo erneut losgeschickt hatte, etwas Besseres zu suchen, dieser aber Niemanden fand.

Wieder zurück auf der Insel der toten Augen, war Olou überrascht von dem Fortschritt der sich bereits eingestellt hatte. Die Werft schien rechtzeitig fertig zu werden, Gortus und Ghazkull hatten Sefina überredet ihnen beim Bau eines Stegs behilflich zu sein und die einfachen Arbeiten an der Fortmauern waren auch bereits abgeschlossen.
Da nun noch lediglich 4 Wochen bis zum Festmahl waren, mussten die Piraten Prioritäten setzen. Auf ein Drängen von Ghazkull befahl Olou den Steinmetzen zunächst den Altar der Kapelle umzugestalten, um ein Heiligtum Urgathoas zu erschaffen, bevor sie sich der Außenmauer und dann den beiden Wachtürmen annehmen sollten und zudem ein Fundament für den Calistria-Tempel zu erschaffen. Plim und Plam und ihr stummer Hobgoblin-Freund nahmen sogleich die Schmiede in Besitz und machten sich daran, die ihnen gestellten Aufgaben zu erfüllen.

Baolo hingegen musste wieder den Keller des zerstörten Hauses freilegen, in den zuvor der gesamte Schutt gekommen war. Mühsam quälte er sich, bis Plim ein Einsehen hatte und eine selbst für Baolo höchst beeindruckende Bombe warf, die selbst das Metall zum Schmelzen brachte. Für diesen Heldentat versprachen Ghazkull und Olou den beiden Goblins ein eigenes Labor außerhalb des Forts.

Oloues ehemalige Dörfler hingegen machten sich daran auf der anderen Flussseite, in unmittelbarer Nähe und damit auch Sicherheit zum Fort ein neues Dorf zu errichten, während der Admiral höchstselbst die noch offenstehenden Gebäude im Fort seinen Kapitänen, Offizieren und auch Olgran zuteilte, der sich durch hervorragende Leistungen ausgezeichnet hatte.

Nach all dem Trubel machte sich ein alter Bekannter daran die Piraten zu besuchen. Pierce Jerell kam auf einen Besuch vorbei, von dem er meinte, dass er wohl bis zum Fest andauern würde. Gleichzeitig berichtete er Olou von einem Schmugglerschiff, welches sich von Höllenhafen auf den Weg nach Cheliax gemacht hatte und wohl besten Rum an Bord führte. Der Kapitän des Schiffes, Fargo Vitteron, sei dafür bekannt, nur hochwertige Ware zu schmuggeln, sodass Olou nach Absprache mit Ghazkull und Kogge sich am nächsten Tag auf den Weg zu den Rampore-Insel machte, da das Schiff dort vorbeifahren musste.
Nach einer abenteuerlichen Verfolgungsjagd, die sie bis zur Hauptstadt der Rampore-Insel im inneren Bereich führte, stellte Ghazkull, der das einzig noch heile Schiff besaß, die „Narrengrinsen“ mit ihren Rattenkapitän Fargo Vitteron. In einem harten Kampf, den der Illusionsmagier Vitteron fast für sich gewinnen konnte, indem er Baolo gegen Olou kämpfen ließ, während er nach und nach versuchte Ghazkull, Olgran und Gortus auszuschalten, gelang es Ghazkull letztlich die Ratte zu vernichten, ohne den Rum wertvollen Rum, der in 100 Fässern mit dem Zeichen des Piratenfürsten Endymion im Frachtraum des Schiffes lagerte, zu zerstören.

Man beschloss das Schiff abzuschleppen und sich zurück zur Insel der toten Augen zu machen, als Ghazkull einfiel, dass in dem Tagebuch des Bikendi Otungu von einem Schatzhort im Südwesten der Insel der toten Augen. Genau an einer Stelle, an der sie jetzt sowieso vorbeifahren würden. Zunächst misstrauisch, ließ sich Olou von der Aussicht auf einen weiteren Schatz schnell überreden und ließ den Anker an der bezeichneten Stelle ins Wasser.

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Blackburner1 Blackburner1

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