Unter Piraten

21. Die Schiffsbrecher

Nach einem letzten Gespräch mit Pierce Jerrell mahte sich Olou zusammen mit Baolo und Ghazkull wieder auf den Weg zurück auf sein Schiff, wo er bereits von Mardus Siggs, Christine Foley, Josi Kleinmesser und Lariela der Wind erwartete wurde, die eine eher ungewöhnliche Bitte an ihren Admiral hatten.

Als Besamra-Priesterin war Christine erkannt und von den Bewohnern Wellenstocks gebeten worden, sich um ein Problem zu kümmern. Immer wieder verschwanden Halblingskinder und keiner wusste, was mit ihnen passierte. Selbst die Anführer der Stadt standen dem hilflos gegenüber. Als Christine einen Schatz an dem Ort erwähnte, an dem die Kinder angeblich gefangen gehalten werden, war Olou sofort dabei.

Er beauftragte Jugo Marison damit einen Weg in den Wald und bis hi zur Ruine auszukundschaften, während er einem seltsamen Ritual der Bewohner der Stadt zusah: Eines ihrer Schiffe kehrte in den Hafen zurück, zusammen mit einer gekaperten Rudergaleere. Dann wurden verpackte Menschen auf den Kai geworfen und mit dem Rudern der Galerre solange verprügelt, bis die Ruder zerbrachen. Eine interessante Methode, wie der Tod aller Rahadoumi befand.

Es dauerte nicht lange und Jugo schickte seinen mechanischen Tuka, um Olo zu übermitteln, dass der Weg bishin zu einem Brunnen, der in ein unterirdisches Höhlensystem führte nicht schwer zu finden war. Zusammen mit einigen seiner Gefährten brach der Piratenadmiral auf und bemerkte, dass er seltsam angestarrt wurde, als er durch das Dorf lief. Dies könnte natürlich auch an den vielen Untoten liegen, die mit Ghazkull marschierten, doch Olou meinte hier und dort Hass seiner Person gegenüber zu sehen. Etwas womit er sich später beschäftigen wollte.

An dem zerstörten Brunnen angekommen, schickte Olou zunächst Milah Bov und Baolo vor, um vor Überraschungen sicher zu sein, die eventuell am Grund des ausgetrockneten Brunnens auf ihn warteten, doch nichts Dergleichen geschah.
Unbehelligt kam seine Grruppe am Boden des Brunnens an, wo sie in einem Gang einige merkwürdige Symbole bemerkte, die Baolo schnell mit Hilfe eines Extraktes lesen konnte und feststellte, dass hier wohl einige Leute das Reich von Ghol-Gan anbeteten.
Hinter einer Tür, die Milah problemlos öffnete und dann ihrem Kapitän den Vortritt ließ, sahen sie Betten mit Ketten und einige merkwürdige Flecken, die sie nicht zuordnen konnten, bis Baolo sie als Säure identifizierte, als sich die Ereignisse überschlugen.

Gerade in dem Moment als Olou eine weitere Tür öffnete, rollte ihm ein Stein entgegen und Finsternis breitete sich um ihn und seine Kameraden herum aus. Männer mit schwarzen Kutten, wie sich hinterher herausstellte, attackierten sie mit mächtigen Zaubern und dunkler Energie, worüber Ghazkull nur lachen konnte, aber einer von Olous freigekauften Sklaven aus Port Fährnis zum Opfer fiel, bevor sie 2 der feindlichen Magieanwender besiegen konnte und der Dritte tiefer in das Höhlensystem floh.
Schnell setzten ihm die Piraten nach und entdeckten ein gewaltiges alchemistisches Labor, in dem die Halblingskinder, die sich in desolatem Zustand befanden, fast wie willenlos arbeiteten. Der geflohene Priester stand neben einigen Granaten und hatte eines der Halblingskinder als Geisel genommen.
Er tötete es sofort, als Olou ihn angriff und eine weitere Präsenz damit begann Ghazkull zu attackieren. In einer gewaltigen Explosion, die 2 Halblingskinder in den Tod riss und große Teile des Labors zerstörte, starb der Priester und der Geist verschwand.
Kurz darauf begann das gesamte Höhlensystem einzustürzen, sodass Olou und seine Kameraden sich nur gerade so noch in Sicherheit bringen konnten. Wieder an der Oberfläche sahen sie das ganze Ausmaß des Einsturzes. Mehr als die Hälfte des kilometerlangen Waldes war weggesackt.

Als Belohnung für die Rettung einiger Halblingskinder überreichten ihnen die Anführer von Wellenstock die Chaosbringer, ein, wie Ghazkull befand, durchaus vernünftiger Segler.

Endlich dem Hinweis des Halblings Schlingel folgend, machte sich die nun angewachsene Flotte der Boote der Rache auf den Weg zum Rampore Archipel, wobei ihnen ein alter Bekannter in die Quere kam. Mit dem Läuten der Schiffsglocke, kündigte sich Kapitän Walknochen Pilk an, der nur von Alrik Mondhand und Wagaye Krik bemerkt wurde, sodass die Schiffe kurz überrascht waren, bevor es zu einem harten Kampf kam, an deren Ende es Ghazkull gelang sowohl die Glocke als auch die Geißel der Meere zu bezwingen und Blutroter “Kogge” Koggwart es sogar noch schaffte zusammen mit einigen anderen die Schätze des Schiffes zu bergen, bevor es für immer auf den Meeresgrund sank.

Derart aufgehalten, dauerte es etwas länger als gedacht zu den Rampore-Inseln zu gelangen. Auch die Suche nach den Schiffsbrecher, die sich ja irgendwo an den Riffen aufhalten mussten, verlief ereignislos, bis sich ein rahadoumisches Handelsschiff zeigte, welches Olou sofort veranlasste, sie Verfolgung aufzunehmen und damit genau in die Falle von der Illusionsmagierin Vakarla zu laufen.
vakarla.jpg
Ein äußerst heftiger Kampf entbrannte, vor allem, da niemand außer Ghazkull Vakarla sehen konnte und diese sich dann auch ausschließlich auf den Hobgoblin konzentrierte und ihn an die Grenzen seiner Kraft zwängte, bevor sie fliehen musste, was ihr dank eines herbeibeschworenen Windelementars nicht gelang. Unterdessen rettete Kogge Olou das Leben beim Kampf gegen einen der Schiffsbrecher und wurde mit dem Kapitänsposten der Chaosbringer, einem neuen Schiff der Flotte belohnt.
Es gelang der Crew dann auch noch das Versteck der Schiffsbrecher mit Hilfe eines Überläufers zu finden und die goldene Wespe, das heilige Artefakt aus dem Haus der gestohlenen Küsse wiederzufinden.

Doch bevor die Feier über den Sieg richtig beginnen konnte, sprang Jugo höchstpersönlich von seinem Ausguckposten an Deck, um eine wichtige Nachricht zu übermitteln, die er vom Gezeitenfelsen erhalten hatte.
Sorrinaschs Männer griffen die Heimat der Piraten an und der Turm würde wohl nicht mehr lange durchhalten.

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Blackburner1 Blackburner1

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