Unter Piraten

19. Der Kaperbrief

Direkt nach dem Tod des Schützen kam Tsadok Goldzahn lächelnd auf Olou zu, um ihn freundlich daran zu erinnern, dass er eine Prüfung nicht bestanden hatte. Um dennoch den Kaperbrief zu erhalten, verlangte er eine kleine Gebühr, die Olou zähneknirschend zahlte, nachdem er kurz versucht hatte den Halb.-Ork zu provozieren, da Olou die Bevölkerung hinter sich wusste, die lauthals seinen Namen brüllte und den Mantikorschlächter feierte.

Nach dem Bezahlen der Bestechungssumme erklärte Tsadok, dass Olou die Prüfung bestanden habe und am Abend eine Audienz beim Orkankönig sowie seinen Kaperbrief erhalte. Jubilierte die Menge beim Namen Olous noch, wurde sie deutlich stiller, als der Orkankönig erwähnt wurde.

Den restlichen Tag noch nutzen wollend, nahm sich Olou zwei seiner Crewmitglieder und setzte mit Hilfe seines Hutbootes auf das Festland über, um seine 3 neuerworbenen Sklaven an der Strandgutkapelle bei Vater Ignalus abzuholen. Ghazkull hingegen nahm Teile seiner Crew, unter anderem Rosie Schandmaul und ging in den Nixenkübel, um den Erfolg der bestandenen Prüfung zu feiern.
Dabei bemerkte er einen seltsam stillen Mwangi, der sich ihm versuchte zu nähern, allerdings von Rosie aufgehalten wurde.
Er stellte sich als Baolo vor und wolle der Crew beitreten. Diese Gelegenheit auf eine gute Show wollte sich Ghazkull nicht entgehen lassen und beschloss den Neuankömmling, der von sich behauptete Alchemist zu sein und mit Belagerungswaffen umgehen zu können auf die Probe zu stellen.

Nach einer merkwürdigen Szene im Wasser, von dem aus Baolo direkt mit ihm gewachsenen Flügeln auf das Schiff Löwenzahn flog und dort attackiert wurde, da er keine Erlaubnis hatte an Bord zu gehen, beschoss er unter Ghazkulls Aufsicht eine Möwe aus einer Balliste und ritzte ihr den Flügel an, ohne sie zum Abstürzen zu bringen.

Unterdessen nahm Olou seine 3 neuen Mwangi mit zu einem Fleischer, der ihm einen exzellenten Preis für Dinosaurierfleisch gemacht hatte und darauf hinwies, dass er auch anderes besonderers Fleisch annehme, sofern es keinen Kopf mehr hat und bereits tot ist. Das Angebot im Kopf behaltend, zumal er unterwegs einen Rahadoumi gesehen hatte, kehrte Olou nach einem kurzen Abstecher in das Knotenwerk, den Untergrund der Stadt wieder zurück zum Halbmondhafen, wo Ghazkull ihm mit dem neuen Alchemisten vertraut machte, der auf das Deck der Bote der Rache wechselte, da Olou dringend eine Hilfe für den aktuellen Geschützmeister Brim Hausbrand benötigte.

Am Abend ging Olou zusammen mit seinem wichtigsten Vertrauten Ghazkull sowie Christine Foley und Knöchel Malmer zu seiner Audienz beim Orkankönig. Auf der Mammonfeste angekommen, befand sich die Feier bereits in vollem Gange. Betrunkene Piraten torkelten Olou entgegen, der nur einen Blick auf den Orkankönig werfen musste, um seinen Respekt vor diesem Mann zu verlieren. Mit glasigen Augen starrte der Orkankönig umher, der erst mit seiner Pistole ein Loch in die Decke des Raumes schießen musste, bis seine eigenen Männer seinen Worten lauschten.

Nach einer äußerst beeindruckenden Geschichte von Ghazkull, der von der Vernichtung des Rahadoumi Schiffs sowie dessen Mantikorbeschützer erzählte, ging die Feier weiter und selbst Olou amüsierte sich, nachdem er seinen Kaperbrief erhalten hatte, bevor er die Feier zusammen mit den Teilen seiner Crew verließ, die er mitgenommen hatte.

Doch die Freude sollte nicht lange anhalten. Kaum wieder an Bord angekommen, musste Ghazkull feststellen, dass es einen Angriff auf sein Schiff gegeben hatte. Zwei seiner Crewmitglieder lagen tot an Deck und sein Leibwächter Skelett, welches immer auf seine Truhe aufpasste, war zerstört worden sowie seine Truhe verschwunden. Mitgenommen von geflügelten Kreaturen der Nacht, die er allerdings nicht identifizieren konnte. Nur ihren Namen konnte Ghazkull in Erfahrung bringen: Strigae

Auch der nächste Morgen sollte nicht besser werden. Eigentlich wollte jeder aus der Crew seinen eignen Plänen nachhängen, doch direkt nach dem Aufwachen hörten alle einen großen Lärm vom Hafenhorn und machten sich dorthin auf dem Weg. Als sie dort ankamen, hatte sich eine große Menschenmenge um den Turm des Hafenmeisters versammelt und es herrschte allgemein große Aufregung, die sich nicht legen wollte.

Um sich ein Bild zu machen, drängelten sich die Piraten um Olou vor und sahen den Zwerg in einer Blutlache bewusstlos am Boden liegen. In der Hoffnung, daraus einen Vorteil zu erhaschen, beschloss Ghazkull den Zwerg zu heilen, der seiner ersten Einschätzung nach keine tödliche Verletzung erlitten hatte, aber irgendwie nicht mehr auf die Beine kommen wollte. Als er es mit magischen Mitteln versuchte, merkte er warum. Irgendeie Art Bann, die mächtiger war als Ghazkull es bisher erlebt hatte, lag auf dem Zwerg und sog alle Magie aus ihm heraus. Ein schreckliches Schicksal für einen Mann, der sein ganzes Leben auf magische Mittel angewiesen war.
Olou beschloss der Sache auf den Grund zu gehen, zumal ein hohes Kopfgeld auf den Angreifer, der als Person mit einem Kapuzenmantel und eine seltsamen Dolch beschrieben wurde und sich wohl in Richtung Festland abgesetzt hatte.

Da dies bis auf Ghazkull, der eigentlich die Mystikerschanze besuchen wollte, für alle in der richtigen Richtung lag, beschlossen Olou, Ghazkull und der neue Alchemist Baolo setzten mit Olous Hutboot auf das Festland über.
Nach einiger Zeit nachdem sie ziellos durch Port Fährnis gezogen waren, beschloss Olou einen weiteren Eingang nahe dem Liegeplatz der Seegeist ins Knotenwerk zu benutzen, um sich den Versunkener Markt anzusehen.
Dort angekommen fand er einige merkwürdige Leute und vor allem 2 Gelehrte der Mystikerschanze vor, die fasziniert vor einer Wand standen, die sich nicht öffnen wollte, obwohl sie es angestrengt versuchten. Nach einer kurzen Befragung, die Olou auf eher unfreundliche Art und Weise gestaltete, erfuhr er von den immer noch versteckten Grabkammern und beschloss eine solche zu öffnen.

Mit einiger Mühe schaffte es Baolo die Tür zu entschlüsseln und zu öffnen. Hinter der Tür warteten 2 Mumien, die sich allerdings schnell besiegen ließen, anders als die große Menschenmenge, die vor der Grabkammer wartete und ihren Anteil anforderte, was Ghazkull ihnen jedoch mit einigen gezielten Worten ausreden konnte und zudem noch erfuhr, dass sich Des Kapitäns Kriechgang ganz in der Nähe befand und hin und wieder daraus einige geflügelte Bestien herauskamen.
Mutig begaben sich die Piraten zu dem Loch im Boden und fanden schnell, dass es einen Weg hinunter gab, auch wenn dieser eine schiere Ewigkeit zu dauern schien. Mehr als tausend Meter ging es senkrecht in die Tiefe.

Unten angekommen musste Olou feststellen, dass es eine ganze Reihe von Wegen gab, die immer tiefer i das unterirdische Tunnelsystem führten…
Was außer Riesenspinnen und seltsamen Geräuschen würde sich noch dort unten erwarten, jetzt wo sie beriets 2 Tage dort unten umherwandelten?

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Blackburner1 Blackburner1

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