Unter Piraten

13. Angriff auf den Gezeitenfelsen

Nachdem sie sich von dem Angriff des Oktopus erholt hatten. befand Olou, dass es besser wäre, sich wieder dem normalen Piratenhandwerk zu widmen. Da er bereits von seiner Frau die Handelsrouten aus Sargava in Erfahrung gebracht hatte, machte er sich auf den Weg in Richtung Glitschiger Küste, um dort Schiffe zu überholen.

Bereits nach kurzer Zeit entdeckten sich eine Galeone, die gerade von einem anderen Piratenschiff geentert wurde. Sofort entschloss sich Olou diese Situation auszunutzen und beider Schiffe habhaft zu werden.
Noch bevor er in den Kampf eingreifen konnte, drehte das Piratenschiff ab und fuhr auf die Bote der Rache zu.
Gortus Sward, ein Hobgoblin und gleichzeitig Kapitän des feindlichen Piratenschiffes Teufelsblässe forderte Ghazkull, der die Gespräche übernahm, auf, sich nicht einzumischen, da dies seine Beute sei.
Gortus_Svard.jpg
Zum Schein bestätigte Ghazkull dies, um dann mit voller Fahrt auf das feindliche Schiff zuzuhalten.
Schnell erkannte Gortus Sward das Manöver und beschoss die Bote der Rache mit Ballisten, was diese jedoch nicht aufhielt, sodass es zu einem unerbittlichen Kampf kam, bei dem der Hobgoblin fiel und Olou ein neues Schiff sein Eigen nennen konnte. Zudem schlossen sich 12 Seeleute der Crew an.

Die Galeone, die Gortus hatte überfallen wollen,konnte allerdings trotz schwerer Schäden entkommen. Wütend über den Misserfolg bezüglich der Galeone und da sein letzter kontrollierter Untoter vom Riesenoktopus vernichtet worden war, versklavte Ghazkull den unglücklichen Gortus als einen seiner Untoten.

Nach einem kurzen Abstecher in Richtung Blutbucht, wo Ghazkull zusammen mit Ben anlegte, um Plündergut zu verkaufen, machte sich Olou zusammen mit seinen 2 Schiffen nun zurück auf den Weg zum Gezeitenfelsen.
Das 2. Schiff übergab er Ghazkull, der mit seinem vorherigen Schiff alles andere als zufrieden war und sich sehr über die neue Gabe seines Admirals freute.

Während dieser Zeit schien Ben von Albträumen geplagt zu werden. Jede Nacht sah er seltsame Bilder vor sich, bei denen er ein Seegefecht wahrnahm und am Ende lediglich ein blutiges Bild zurückblieb, während er seine eigene Leiche sah. Schreiend wachte er auf und versetzte so Teile der Crew in Angst.

Die Rückkehr gestaltete sich schwieriger als gedacht. Kurz nachdem die Schiffe von Blutbucht abgelegt hatten, kam abends ein merkwürdiger Nebel auf und Exulans konnte ein sich näherndes Schiff erspähen, auf welchem unermüdlich eine Glocke geschlagen wurde. Zu seienr Verblüffung fuhr es gegen den Wind. Als er die übrigen Offiziere informieren wollte, war das Schiff bereits verschwunden.

Am nächsten Abend setzten sich die unheimlichen Begebenheiten fort, als dieses Mal Ghazkull und Cysar das Schiff entdeckten, welches deutlich näher kam. Am wurmzerfressenden Bug des Schiffes konnten sie den Namen Totenglocke lesen.
Daraufhin fiel es ihnen wie Schuppen von den Augen.
Hatten sie vorher nur spekuliert, dass es sich um ein Geisterschiff handelte, stellte sich nun diesbezüglich Gewissheit ein.
Cysar berichtete von einem grausamen Kapitän, der bei der Waljagd seine gesamte Mannschaft in den Abgrund gestürzt hatte und seitdem sie Seelen von Seeleuten sammelte, um sich von seinem Fluch zu befreien.
Er würde seine Ziele immer 3 Tage verfolgen und in den Wahnsinn treiben, bevor er zuschlug.

Sofort beschloss Olou sich dieser Gefahr nicht auszusetzen und steuerte am nächsten Tag seine alte Heimat, ein kleines namenloses Fischerdorf an der Glitschigen Küste an.
Die komplette Crew mit Ausnahme von Ghazkull ging vor Anker und machte sich auf den Weg in das Dorf, welches jedoch verlassen schien. Zu seinem Glück erinnerte sich Olou an das geheime Versteck des Dorfes, wenn Piraten angreifen und konnte die Dorfbewohner finden und zu einer riesigen Feier einladen, bei der er von seinen Erlebnissen erzählte und sich nach kurzem Zögern von seinen ehemaligen Bekannten feiern ließ.

Unterdessen machte sich die Totenglocke daran die Teufelsblässe zu entern. Ein Untoter, den Ghazkull nicht kontrollieren konnte, zusammen mit einigen Meereszombies bereiteten sich bereits auf ein Entermanöver vor, als der Hobgoblin zusammen mit seinen Untotengefährten Jakub und dem versklavten Gortus von Bord sprang und an Land schwamm. Völlig benebelt vom Alkohol beobachtete Ben diese Geschehnisse, griff aber weder ein, noch konnte er sich am nächsten Tag daran erinnern.

Da auch Olou wusste, dass er nicht ewig in seinem alten Dorf bleiben konnte, zumindest wenn er sein Ziel, eine Flotte aufzustellen und damit alle Rahdoumi zu töten, weiter verfolgen wollte, beschloss er nach Absprache mit seinen Offizieren am nächsten Tag weiterzusegeln und sich der womöglich noch immer vorhandenen Gefahr durch die Totenglocke zu stellen. Diese hatte am vorigen Abend weder die Schiffe zerstört, noch waren die Untoten an Land gekommen.

So bereiteten sich die Crews der Bote der Rache und der Teufelsblässe am Abend auf das Erscheinen der Totenglocke vor, die auch tatsächlich kam. Mit einem unermüdlichen Läuten der Glocke kam das Geisterschiff immer näher, bevor es schließlich angriff. Die Meereszombies waren schnell besiegt, doch der Kapitän stellte selbst für den sonst so mächtigen Ghazkull eine Herausforderung dar. Dessen Harpune durchbohrte seine Schulter und setzte ihm übel zu, bis Olou letztlich den Kaüitän zu Boden schicken konnte und die Totenglocke begann gen Meeresgrund zu sinken.

Erleichtert atmete die Mannschaft auf und setzte ungestört ihren Weg zurück zum Gezeitenfelsen fort. Dort angekommen überzeugte sich Olou von dem Fortschritt der Arbeiten an dem alten Lagerhaus, bevor er zusammen mit Exulans, der als Einziger das Angebot angenommen hatte, auch im Gezeitenfelsen selbst zu schlafen.
Unterdessen wurden Bens Albträume immer schlimmer, sodass er beschloss sich sowohl von Ghazkull als auch von Olou, die beide etwas von Heilkunde verstanden untersuchen zu lassen. Da beide nichts feststellen konnte, sich jedoch auch keine Besserung einstellte, beschlossen sie die Nacht in seiner Kajüte zu verbringen und ihn während seiner Träume zu beobachten.

Dabei konnten sie feststellen, dass der Schütze sich wild umherwarf und immer wieder sowohl seinen Hintern als auch seinen Kopf gegen die Bordwand rammte.
Als die beiden diese Stellen genauer untersuchten, konnten sichn dort jeweils fingerdicke schwarze Punkte ausmachen, die leicht schimmerten und vollkommen fest in seiner haut zu stecken schienen.

Sie beschlossen zunächst sich um den Punkt an seinem Hintern, der vollkommen eben mit Bens Haut verwachsen zu sein schien, zu untersuchen. Dafür holte sich Olou eine Zange und versuchte mit aller Macht den Fremdkörper aus Ben hinauszuziehen. Mit einer gewaltigen Kraftanstrengung gelang es ihm auch. Gleich hinterher kam eine gewaltige Blutfontäne, die Ghazkull nur mit Mühe stoppen konnte. Dafür schien Ben ruhiger geworden zu sein.

Interessiert sahen sich Olou und Ghazkull an, was sie dort aus Bens Körper geholt hatten. Ein langer pechschwarzer Dorn, der bis tief in seinen Körper gereicht haben musste. Obwohl sowohl Ghazkull als auch Olou Ben bereits magisch untersucht und dabei nichts Seltsames feststellen konnten, ging ein vergehende magische Aura von dem Dorn aus.
Als sie ihn in eine Schale legten, begann er sich aufzulösen und verschwand letztlich.
Geschockt darüber beschlossen die beiden Kapitäne nicht auch den Dorn aus seiner Schläfe zu ziehen, wie sie es zunächst vorgehabt hatten.
Als Ben aufwachte und das ganze Blut in seiner Kajüte bemerkte, gelang es ihm nur mit Mühe seine Galle bei sich zu behalten, dafür fühlte er sich zum ersten Mal seit seinem Fasttod beim Kampf mit dem Oktopus wieder etwas besser.

Noch bevor Olou den erneuten Aufbruch zu einer neuen Plünderfahrt befehlen konnte, griff bei Einbruch der Nacht eine Gruppe Sahuagin den Gezeitenfelsen an. Sie hatten sich zuvor im seichten Wasser versteckt, stellten aber für den kampferprobten Admiral, der Hilfe von den Wachen bekam, kaum eine Herausforderung dar.
Gruppe_Sahuagin.jpg

Doch nach wie vor sollte keine Ruhe einkehren. Nach einer nur sehr kurzen Ruhephase, in denen sich die Piraten versuchten etwas zu erholen und der Bau deer Lagerhalle voranschritt und sich dem Abschluss entgegen neigte, erschütterte eine Explosion die Eingangstür des Gezeitenfelsens.
Ben und Ghazkull, die lieber auf den Schiffen als in dem Turm schliefen, wurden hiervon wach und beschlossen sofort nach dem Rechten zu sehen, indem Ghazkull seine Skelettmannschaft einsatzbereit machte und die Teufelsblässe begann aus dem sicheren Hafen hinauszusteuern.
Währenddessen kämpften Exulans, der auf nächtlicher Diebestour war, Cysar, die schnell noch ihren Sklaven in Sicherheit brachte und Olou gegen eine 30köpfige Angreifergruppe, welche sich daran machte, den Gezeitenfelsen mit 2 Langbooten zu stürmen, während eine Dschunke an der Hafeneinfahrt wartete.

Während Cysar zusammen mit den Wachen des Gezeitenfelsens, von denen nur insgesamt 3 überlebten die freindlichen Bukaniere abwehrte und sie durch geschickte Taktik einen nach dem anderen tötete, kämpfte Olou im Schlafgemach seiner Gemahlin gegen einen Salzmephiten, der dort hineingelangt war.
Kurz darauf bemerkte er, dass nicht der Mephit sein eigentlicher Gegner war, sondern eine schwarzhaarige Schönheit, Isabella “Tintenhaut” Schleuser, die Tätowierungen am ganzen Körper aufwies.
Zwar gelang es ihm der jungen Frau einigen Schaden zuzufügen, doch selbst mit Hilfe seiner Gemahlin und Exulans wurde er besiegt und ging bewusstlos zu Boden.
Exulans hingegen wurde von der Frau geschnappt als er bewusstlos war und sich über die Schulter geworfen, woraufhin Isabella sich daran machte, den Turm wieder zu verlassen.
Als Cysar sich ihr in den Weg stellte, ließ sie diese erblinden und konnte den Turm so ungehindert wieder verlassen.

Unterdessen rammten Ben und Ghazkull das feindliche Schiff, die “Drescher”, die es allerdings schaffte, dass Steuerrad der Teufelsblässe zu zerstören und diese so manövrierunfähig zu machen. Von Ghazkull angetrieben, setzte Ben zu einem waghalsigen manöver an und sprang, als die Teufelsblässe die Drescher rammte wagemutig auf das fremde Schiff, wo ein breitschultirger Mann mit zerstörtem Gesicht und Irokesenfriseur ihn ins Wasser beförderte, um mitsamt dem Schiff zu entkommen.
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Doch so leicht wollte Ghazkull die Sache nicht auf sich beruhen lassen. Er rief 3 kleine Windelementare herbei, die sich um die Segel der Drescher kümmern sollte, während er sich daran machte gegen Isabella Tintenhaut zu kämpfen, die Exulans auf ihren Schultern schwimmend auf ein Langboot befördern wollte, um zusammen mit den Bukanieren zu entkommen.
Zunächst versenkte er mit einem herbeigerufenen Wasserelementar eines der Langboote um dann 2 infernalische Haie herbeizubeschwören, die sich um Isabella Tintenhaut kümmern sollten. Den ersten vernichtete die Hexenmeisterin mit einem Geysir, doch den zweiten konnte sich wegen ihrer vielen zuvor erlittenen Verletzungen nicht mehr abwehren, sodass ihr lebloser Körper gen Meeresgrund sank.

Zu Ghazkulls Unmut war ihnen erneut ein Schiff entkommen, dazu sein Admiral schwer verletzt, Exulans bewusstlos, Cysar erblindet und Ben ins Wasser gefallen. Aber sie hatten überlebt und den Feind zunächst zurückgeschlagen.
Außerdem fanden sie eine höchst interessante Karte zwischen den Schulterblättern der nun toten schwarzhaarigen Hexenmeisterin, die ihnen den Weg zu dem sagenhaften Schatz von Kyros Wolf aufzeigt.

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Blackburner1 Blackburner1

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