Unter Piraten

11. Den Gezeitenfelsen bezwingen

Nach dem Sieg über die Sanbalot beschloss Kapitän Olou den Weg nach Senghor fortzusetzen.
Einen Tag vor der von Ghazkull Thraka errechneten Ankunft tauchte plötzlich ein Schiff vor der Bote der Rache der Rache auf, welches sofort die Aufmerksamkeit der Crew weckte. Die Segel waren gerafft, das Deck leer. Nur mit Hilfe der Strömung bewegte sich das fremde Schiff voran.
Um diesen seltsamen Schiff auf den Grund zu gehen stellte Olou eine Entermannschaft zusammen, die angeführt von Cysar Akr und Brim Hausbrand das Phänomen untersuchen sollte. Schnell fand sie ausgefranste Löcher im Deck, die woihl durch Säure entstanden waren.

Auf Befehl des Kapitäns wagte sich die Entermannschaft unter Deck, wo einer der Aspis-Seeleute schreieind zusammenbrach. Eines seiner Beine hatte sich an seinem Körper aufgelöst. Schnell flohen die übrigen wieder auf Deck, wo sie mit ansehen mussten, wie der die Treppe hochkriechende Seemann vollständig von einem Kristallschlick mit Hilfe von Säure zersetzt wurde. Obwohl Ghazkull sofort den Befehl gab, die Leinen zu lösen und Segel zu setzen, hörte Olou ein Platschen im Wasser und erkannte, dass der Schlick, der kaum zu erkennen war, sich wohl daran machte, sein Schiff zu betreten.
Mit Hilfe eines beschworenen Hais konnten Olou und Ghazkull die Kreatur besiegen.

In der Hoffnung, dass der Schlick irgendetwas an Bord heil gelassen hatte, machten sich Olou und Exulans daran, das Schiff unter Deck zu erforschen. Sie fanden eine noch verschlossene Tür, hinter der sich ein halb zersetzter Leichnam befand, der einige glitzernde Gegenstände bei sich trug, welche der Rattenvolkangehörige sofort für sich beanspruchte. Den knöchernen Anhänger des Mannes überließ er hingegen sofort seinem Kapitän, der ihn sich anzog und meinte, dass seine Haut sich dadurch härter und undurchlässiger anfühlte.

Nachdem sie das Schiff in Schlepp genommen und weitergesegelt waren, entdeckte Olou mitten auf dem Meer ein kleines Fischerboot, auf dem sich ein einzelner Mann befand, der ihnen zuwinkte. Irritiert, aber auch interessiert steuerte Ghazkull die Bote der Rache auf das Fischerboot zu, um sich mit dem Mann zu unterhalten.

Dieser stellte sich ohne Namen als einfacher Fischer vor und fragte Olou und Ghazkull nach ihrem Begehr in Senghor und auch nach ihren Tätowierungen, welche diese von Vibhischah der Suchende erhalten hatten. Zudem wollte er wissen, ob sie etwas über die Werhaie wüssten, die sich angeblich hier in der Gegend aufhalten würden. Zwar schienen ihm nicht alle gegebenen Antworten zu gefallen, dennoch verhielt er sich weiter freundlich und sprang mit der Warnung, sich in Senghor friedlich zu verhalten, schließlich ins Meer.

Verwirrt von diesem Vorgehen, sah die Crew zum Wasser. Vor Erstaunen erstarrt sahen sie kurze Zeit später eine gewaltige blaue Kreatur aus dem Wasser aufsteigen und wegfliegen. Keiner konnte sich daran erinnern in seinem bisherigen Leben einmal eine solche Kreatur gesehen zu haben, doch es musste sich um einen Drachen handeln.
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Noch beeindruckt fuhr die Bote der Rache schließlich in den gewaltigen Hafen von Senghor ein. Eine riesige Stadt, durchzogen von Wasserstraßen und umgeben von gewaltigen Mauern und Wachtürmen erwartete die Crew, die sich, geführt von Ghazkull und Olou, sofort geschäftig daran machte, alle Aufgaben zu erledigen.

Während das geschleppte Schiff für einen stattlichen Betrag verkauft wurde, mit der gleichzeitigen Zusicherung, auch die Bote der Rache vollständig zu reparieren, wurde in den folgenden Tagen das angefallene Plündergut verkauft, sowie Crew angeworben und Geschichten über die Heldentaten von Olou, dem Mantikorschlächter erzählt, welche die Leute in Angst und Schrecken versetzten.
Letztlich schlossen sich Wagaye Krik, Retta Sturm, Omarim Utok, Hezeki Sraf und Fasika Brek der Crew der Bote der Rache an.

Wegen der guten Bezahlung der Crew konnte sich Olou auch auf die Disziplin seiner bisherigen Mannschaft verlassen, die zu ihren Wachezeiten fast immer rechtzeitig an Deck erschien. Einzig Freddy das Wiesel und Conchobhar Turlach Kleinstein tauchten nicht pünktlich zur Wache auf, genau wie Kogge, der sich anderen Dingen verpflichtet fühlte.

Ein nächtlich beobachteten Mord im Hafen gingen weder Olou noch Ghazkull nach, dafür fanden sie eine bald stattfindene Hinrichtung eines Schiffsbauer, der sich Tom nannte, sehr interessant, welche in 4 Tagen stattfinden sollte. Auch Freddys Angebot, der in der Stadt nach lohnenden Zielen für einen Einbruch auf der Suche war, nahmen sie dankend an, als er ihnen ein passendes Ziel bot.

Nach ihrem Plan sollte die Bote der Rache am 4. Tag vollständig repariert sein. Nachdem sie sich die Hinrichtung angesehen hatten, wollten Olou noch den Einbruch durchziehen und dann in der Nacht schnell Senghor verlassen, bevor jemand sie damit in Verbindung bringen sollte. Doch es sollte alles anders kommen.

Mitten in der Nacht zwischen dem 3. und 4. Tag kam Sandara Quinn in Olous Kajüte. Sie schien hellauf begeistert zu sein, dass sich Tom der Schiffsbauer in Senghor befand. Schließlich habe er das Schiff des Orkankönigs gebaut. Sie müssten ihn retten. Olou, für den dies eine neue Information war, stellte, nachdem er sich angezogen hatte, sofort einen Trupp zusammen, der in das Gefängnis einbrechen sollte.
Mit dabei waren die Wachhabenden Exulans und Der stumme Torben, da dieser laut Olou keine Geräusche machen würde, Sandara und Ghazkull, sowie der Kapitän natürlich selbst.

Mit ihrem Ruderboot befuhren die 5 die Kanäle der Stadt bis kurz vor das Gefängnis und beobachteten dieses. Zu ihrem großen Glück konnten sie nur 2 Wachen erkennen. Um unnötige Gewalt zu vermeiden, wies Olou Sandara an die beiden Wachen zu bestechen. Diese gingen jedoch nicht darauf ein, sodass ein kurzer aber heftiger Kampf entbrannte, in welchem die Befreiungsgruppe ihre Gegner niederstreckte, bevor Ghazkull sich zu ihnen kniete und sie ausbluten ließen.

IM Gefängnis entschied sich Olou für den linken, leicht ansteigenden Gang, während Ghazkull eine Nebelwolke erschuff, die ihre Spuren verbergen sollte. Dies klappte auch tatsächlich, sodass die Gruppe, nachdem sie 3 weitere Wachen getötet hatte, vor einer schweren Eisentür stand, die zu Olous Entsetzen aber auf das Dach des Gefängnisses führte.

Da sie schon so weit gekommen waren, beschloss Olou entgegen dem Rat von Ghazkull die Sache jetzt durchzuziehen und drückte sich an der Wand bei der immer noch vorhandenen Nebelwolke entlang und umging so einen Großteil der Wachen, bis er vor dem Eingang zum Verließ stand. Dort warteten weitere 4 Wachen, die Olou zusammen mit 3 von Ghazkull beschworenen Erdelementaren tötete, während Exulans und Torben nach hinten gegen weitere anstürmende Wachen absicherten.

Mit Mühe und Not und Sandaras Rapier gelang es der Gruppe schließlich die Kerkertür von innen zu schließen, sich selbst einzusperren, aber auch die anderen Wachen auszusperren. Nachdem Tom und seine Lehrlinge Eisberg und Franky befreit und bewaffnet waren, machte sich Olou daran, sich einen Weg aus dem Gefängnis herauszukämpfen.

Bereits als er die Tür öffnete wurde er von Armbrustbolzen gespickt, die ihm jedoch kaum etwas auszumachen schienen. Mit einem wütenden Schrei und unterstützt vom bombenwerfenden Exulans, der sich jedoch immer im Rücken seines Kapitäns aufhielt, stürzte sich Olou auf die verbliebenden Wachen, von denen einige dank eines Zaubers von Ghazkull panisch die Flucht ergriffen.
Insgesamt tötete die Gruppe in dieser Nacht 20 Gefängniswachen, bevor sie es nahezu unverletzt, Sandaras und Ghazkulls heilenden Händen sei Dank das Gefängnis verließ, wo der wahre Albtraum auf sie wartete.

Auf dem Dach des Gefängnisses saß ein junger Mann mit braunen Haaren und wasserblauen Augen, der tadelnd mit seinem Zeigefinger wedelte. “Ich sagte doch, dass ihr euch in Senghor benehmen sollt”, waren seine letzten Worte, bevor er sich in einen Drachen verwandelte und seinen Feuerodem auf die Gruppe blies. Sofort fielen Sandara und Torben um, konnten sich aber stabilisieren, während Olou und Ghazkull mit der Kraft der Verzweiflung und einem wahnsinnigen Durchhaltevermögen von Olou, der unglaublich viel einstecken musste und zuletzt auch zu Boden ging, den Drachen attackierten und diesen letztendlich in die Flucht schlugen.

Eilig stellte Ghazkull all seine Kameraden wieder her, bevor Sandara vorlief und ihnen den Weg in das sichere Haus zeigte, welches Freddy angemietet hatte, um seine möglichen Diebesopfer auszuspionieren.
Gerade als sie dort ankamen, hörten sie eine laute Explosion aus dem von Freddy beobachteten Objekt, aus dem kurz darauf ein brennender Kleinstein hinauslief, der sich kaum etwas aus seinen Brandwunden zu machen schien, denn er hatte einen äußerst wertvollen Schatz geborgen.
Mit Hilfe dieses Schatzes sicherte er sich von Ghazkull 500 GM; sowie weiteren 2500 GM und einem Offiziersposten, sollte Ghazkull im Rahmen der Flottenbildung ein eigenes Schiff von Olou erhalten. Dafür erhielt Ghazkull als Ausgleich die wertvolle Doppelläufige Pistole.

Am nächsten Morgen brach die Crew der Bote der Rache eilig auf, verließ Senghor und machte sich auf den Weg zum Gezeitenfelsen. Nach einem ungewollten Umweg, kamen sie auf der kargen Insel über dem Wind über dem Wind an.
Nach einer kurzen Verhandlung mit Agasta Schmiedel, der Herrin über den Gezeitenfelsen, übergab Olou dieser Ben Beckman als Geisel.
Danach begab er sich zusammen mit Ghazkull und Sandara zu dem Gezeitenfelsen, um dort ein Essen sowie ein Gespräch mit der Burgherrin zu führen.

Im Laufe dieses Gesprächs stellte sich heraus, dass Agasta bereits von Olou dem Mantikorschlächter und dem Feuerwüter von Senghor gehört hatte. Sie bot ihm eine Heirat für 1 Jahr an, welche Olou sofort annahm.

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Blackburner1 Blackburner1

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